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Göttingen So wird der Göttinger Wochenmarkt umgestaltet
Die Region Göttingen So wird der Göttinger Wochenmarkt umgestaltet
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17:51 23.08.2018
So soll der Göttinger Wochenmarktplatz künftig aussehen. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Der Gewinner steht fest: Der Wochenmarkt soll künftig nach einem Entwurf des Büros „lad” - Landschaftsarchitekten Diekmann aus Hannover - umgestaltet werden. Das hat eine Fachjury einstimmig beschlossen.

Entwurf greift am tiefsten in Platzstruktur ein

Ein Kernpunkt der Umgestaltung und damit auch der wesentliche Punkt, an dem sich der Entwurf von den vier Mitbewerbern abhebt, ist die Integration der Straße „Am Wochenmarkt” in den Platz. Es soll „ein Platz für die Menschen werden”, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler während der Präsentation des Sieger-Entwurfs. Gleichzeitig aber sei der Entwurf auch derjenige, der am tiefsten in die bestehende Struktur eingreife - weil der den Verkehr auf dem „Kaz-Platz” verlegt. Dort, wo derzeit noch Anlieger entlang fahren, sollen künftig die Tische der Gastronomen an der Ostseite des Platzes stehen. Die Anlieger können über den jetzigen Platz fahren - außer Sonnabends, wenn der große Markt dort aufgebaut ist. Dafür soll im Gespräch mit ihnen noch eine Lösung gefunden werden.

Garten-Insel Quelle: Christina Hinzmann / GT

Der Entwurf, so das Urteil der Jury, zeichne sich nämlich durch eine großzügige, vielfältig nutzbare Platzfläche aus. Die funktionalen Anforderungen an den Platz – Marktnutzung mit An- und Abfahrt – seien gut gelöst. Erreicht werde dies in erster Linie durch die Integration der Straße in die Platzfläche. Zudem soll der Wochenmarktplatz einen einheitlichen Belag erhalten. „Der wird hell sein, nicht so dunkel, wie in dem Entwurf”, sagte Köhler.

„Riesenschritt“ für die Entwicklung

In der Mitte des Platzes sind „Intarsien” auf dem Pflaster geplant, es soll mehr Grün und Sitzmöglichkeiten geben. Die Ideen, die in den vorausgegangenen Veranstaltungen „Otfrieds Garten” und in Gesprächsrunden mit Marktbeschickern aber auch Vertretern des Junges Theaters und Kaz gesammelt wurden, seinen eingeflossen, fügte Stadtbaurat Thomas Dienberg hinzu.

Franz Pesch (Jury) erklärte, dass der Entwurf einen „Riesenschritt” für den Wochenmarkt sei. „Es ist ein Entwurf, für den es sich lohnt, zu streiten”, so der Professor und Stadtplaner.

So sehen die Entwürfe des Büros „Lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann“ aus Hannover aus.

Startschuss mit Umbau Otfried-Müller-Haus

Fünf Büros waren damit beauftragt gewesen, Entwürfe zu entwickeln, sie wurden am Montag noch einmal öffentlich präsentiert. Das siegreiche Büro soll nun beauftragt werden, den als Basis für die Planungen geltenden Entwurf weiter zu bearbeiten. Auch die direkten Anlieger sollen bei den künftigen Planungen mit einbezogen werden.

2020 soll der Startschuss fallen, der im Zusammenhang mit der Sanierung und dem Umbau des Otfried-Müller-Hauses (Sitz von JT und Kaz) geplant wird. Anne Moldenhauer vom Kaz und Tobias Sosinka vom JT sagten beide, dass der Entwurf auch ihr Favorit gewesen sei. Im Entwurf ist bereits eine Erweiterungsfläche für die beiden kulturellen Einrichtung zu sehen.

Kosten stehen noch nicht fest

Während der Bauarbeiten, so teilt die Stadtverwaltung mit, soll die Einschränkungen für den Wochenmarktbetrieb möglichst geringbleiben. „Sobald die Entwurfsplanung konkretisiert werden kann, können die Kosten für die Platzgestaltung ermittelt werden”, so Pressesprecher Dominik Kimyon. Mit der Detailplanung klären sich auch weitere Fragen, beispielsweise ob und welche Kanalarbeiten nötig sind. Der Umbau des Wochenmarktplatzes ist eine Maßnahme im Städtebaufördergebiet „Südliche Innenstadt“. Die Stadt Göttingen trägt dabei ein Drittel der Kosten, Land und Bund die verbleibenden zwei Drittel.

Marktaufstellung am Sonnabend Quelle: Christina Hinzmann / GT

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