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Göttingen OB Köhler: „Im inneren Ring der Stadt muss kein Auto fahren”
Die Region Göttingen

Sommerempfang Pro-City Göttingen: Poller-Lösung für die Innenstadt im Frühling

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21:26 24.09.2020
Pro-City Sommerempfang an sechs verschiedenen Standorten: Im Hause Betten Heller mit Gastgeberin Susanne Heller, Pro-City-Geschäftsführerin Elisabeth von Alvesleben und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (v. l.). Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Poller, Parkplätze und der Verkehr in der Innenstadt – das waren Themen beim Sommerempfang von Pro-City Göttingen. In diesem Jahr hatten die Interessenvertreter der Innenstadt unter Corona-Bedingungen an sechs Orten Treffen im kleinen Kreis organisiert.

Treffen in sechs Geschäften

Die Vorsitzende des Vereins, Susanne Heller, und Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Rolf-Georg Köhler (SPD) feierten mit wenigen Gästen im Geschäft Betten Heller, weitere Treffpunkte waren die Sparkasse, die Alte Schmiede in der Mauerstraße, das Café Esprit, die Weinhandlung Bremer und die Firma Wiederholdt. Heller und Köhler hielten ihre Begrüßungsreden als Videokonferenz, zugeschaltet waren die fünf anderen Geschäfte.

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„Im inneren Ring der Stadt muss kein Auto fahren”, sagte Köhler in seiner Rede. Die dafür nötigen Pollerlösungen, an denen die Bauverwaltung seit 2018 arbeitet, sollen demnächst auf den Weg gebracht werden. „Der Bauausschuss hat jetzt die Chance, darüber zu entscheiden. Dann können wir im kommenden Frühjahr mit der Umsetzung beginnen”, sagte Köhler. „Ein erster Schritt ist, feste Parkplätze für Lieferfahrzeuge in der Innenstadt auszuweisen”, erklärte Köhler.

Heller: „Fahrverbote einhalten“

Der Oberbürgermeister und Susanne Heller waren sich einig, dass der Durchgangsverkehr in der Innenstadt drastisch reduziert werden soll. „Wir fordern, dass Regeln eingehalten werden und ein Fahrverbot für Lieferverkehr nach 11 Uhr”, sagte Heller. „Das würde die Situation deutlich verbessern.”

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Heller sprach sich zudem für eine Pollerlösung und mehr Parkplätze innerhalb des Walls aus. Die Parkplatzsituation sei eine der „größten Schwächen” der Innenstadt. „Die Innenstadt muss für alle Menschen bequem erreichbar sein, für ältere Menschen ebenso wie für Familien mit kleinen Kindern und Kunden, die sperrige Güter kaufen möchten”, sagte die Vorsitzende.

Andreas Jeßing tritt in der Alten Schmiede bei Gastgeber Dietmar Graf auf. Quelle: Niklas Richter

Gerade durch die Corona-Krise seien die Sorgen und die Verunsicherung der Kunden der Innenstadthändler groß. Köhler sprach sich dafür aus, „gemeinsam zu erkennen, was notwendig ist, damit die Stadt attraktiv für alle bleibt”. Handel, Wohnen aber auch Kultur seien für ihn zentrale Themen.

Treffen in sechs Geschäften

Ein weiteres Thema, das Pro-City Sorgen bereitet, ist die Vermietungslage. Wenn nach dem Umbau des Sparkassenareals am Markt großflächige Einzelhandelsflächen auf den Markt kommen, habe das Auswirkungen auf die Mieten, befürchtet Heller. Auch hier versprach Köhler: „Ich dränge die Investoren des Sparkassenareals darauf, dass sie nicht nur großflächig Gewerbeflächen anbieten, sagte er.

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Nach den kleinen Video-Ansprachen feierten jeweils bis zu zehn Gäste in den sechs Geschäften, betreut von den Pro-City Vorständen Heller, Beate Stadler, Michael Mehle, Alexander Grosse, Dietmar Graf und Robert Vogel. Die neue Pro-City-Geschäftsführerin Elisabeth von Alvesleben besuchte alle sechs Lokale. Sie vertritt derzeit Frederike Breyer, die sich in Elternzeit befindet. Breyer besuchte mit Mann und Baby Gregor aber das Treffen bei Betten Heller.

In der Mauerstraße begrüßte Dietmar Graf vom Geschäft Tavola seine Gäste in der „Alten Schmiede”. Die vom Verein „Neue Wege, neue Chancen” liebevoll restaurierte Werkstatt wird als Anlaufstelle von dem Verein genutzt. Grafs Gästen war dieses Gebäude bislang unbekannt. Der Einzelhändler hatte für seine Besucher zudem ein kleines Kulturprogramm organisiert. Andreas Jeßing vom Deutschen Theater las und sang zum Akkordeon Werke von Wilhelm Busch. Auch der Künstler kannte die „Alte Schmiede” bislang nicht.

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Pro-City Göttingen

Pro-City Göttingen ist die Interessenvertretung und Citymanagementgesellschaft für die Göttinger Innenstadt. Vorsitzende des Vereins ist Susanne Heller, Stellvertreter Robert Vogel. Geschäftsführerin der GmbH ist derzeit Elisabeth von Alvesleben. Gesellschafter sind die Stadt Göttingen (Aufsichtsratsvorsitzender ist Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler), der Verein Pro City (Susanne Heller), die Sparkasse Göttingen (Michael Rappe), die VGH - Landschaftliche Brandkasse Hannover (Ulf Hasse) und die Georg-August-Universität Göttingen (Prof. Hiltraud Caspar-Hehne). Ziel der Pro City ist es nach eigenen Angaben, die Standortentwicklung der Innenstadt als Handels-Zentrum voran zu treiben. Ein besonderer Fokus liege dabei auf der Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen die die Wirtschafts- und Handelsfunktion der Innenstadt stärken.

Von Britta Bielefeld