Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Sonntagseinkauf „weil wir nicht kochen wollen“
Die Region Göttingen Sonntagseinkauf „weil wir nicht kochen wollen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:32 25.03.2012
Von Jürgen Gückel
Ostereier-Bekleben am Lutteranger: Christiane Köster-Patzlaff, Justin und Sarah Marie Müller (v. l.) und Yvonne Fitzner (r.).
Ostereier-Bekleben am Lutteranger: Christiane Köster-Patzlaff, Justin und Sarah Marie Müller (v. l.) und Yvonne Fitzner (r.). Quelle: Heller
Anzeige
Weende

Sogar den Kauf ganzer Küchen registrierten die ansonsten etwas überbesetzt wirkenden Möbelhändler. Etwa Steffi Domnick mit ihrer Familie. „Eigentlich“, sagt sie, „wollten wir nur unsere Freunde Steen und Olga von Schwarz-Angler besuchen und hier leckere Forellen essen. Aber dann haben wir die Zeit genutzt, unserer großen Tochter ein Fahrrad zu kaufen.“ Wann habe man dafür schon einmal Zeit – „heute kann Oma auch auf das Baby aufpassen“, meint die Dransfelderin.

Ein neues Bike hat auch Jan ter‘ Glane. Der 13-Jährige überredete Papa, weil es an diesem Sonntag nicht nur 50 Euro für sein altes Rad gab, sondern er auch noch ein Schnäppchen fand. Emad Sitto vom Fahrradcenter ist entsprechend zufrieden mit dem Umsatz.

4000 Lose

Eigentlich gar nichts kaufen oder „nur, falls  wir was Tolles finden“, wollten Horst Lembke und seine Frau. Der 77-Jährige, seit 1953 Tageblatt-Leser, wollte erst nach Duderstadt fahren, weil „wir uns zu Hause langweilen“. Dann ging es aber zum Lutteranger, wo Jürgen Appelbaum gleich am Eingang zum Real-Markt ein Tageblatt anbot. Das Interesse sei groß, sagt der Promotor, die Leute seien an solch einem Tag besserer Laune. Das bestätigt auch Real-Mitarbeiter Danny Schiemann, der von mehr Kunden als in den Vorjahren spricht. Die 4000 Lose des Gewinnspiels waren schon in den ersten zwei Stunden weg. Gute Laune hat auch Karl-Heinz Czerniack, der sich draußen mit den Worten „Super, dass Real heute auf hat“ freut und von einer alten Freundin gleich einen neuen Strohhut geschenkt bekommt.

Eigentlich nur zum Essen ist Ehrengart Bürger gekommen – „weil wir heute nicht kochen wollten“. Imbissstände gibt es ja genug. Ein paar Empfehlungen für die besten überbackenen Schnitzel liefert die Gronerin auch gleich mit. Dann geht es wieder zurück – mit dem Fahrrad – und auch in diesem Jahr mit frisch geräucherten Makrelen für die Mutter zu Hause. Deswegen hatte sich die Seniorin nämlich auf den verkaufsoffenen Sonntag schon gefreut.