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Göttingen Sozialarbeit: Ministerium schreibt Stellen auch an Göttinger Schulen aus
Die Region Göttingen Sozialarbeit: Ministerium schreibt Stellen auch an Göttinger Schulen aus
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06:30 21.02.2019
Regina Dehmel ist Sozialarbeiterin an der Janusz-Korczak-Grundschule in Duderstadt. An Schulen im Landkreis Göttingen sollen weitere Stellen geschaffen werden.
Regina Dehmel ist Sozialarbeiterin an der Janusz-Korczak-Grundschule in Duderstadt. An Schulen im Landkreis Göttingen sollen weitere Stellen geschaffen werden. Quelle: Oliver Thiele
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Göttingen

In Niedersachsen soll die Schulsozialarbeit gestärkt werden. Für rund 100 Schulen seien Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte ausgeschrieben worden, vor allem für Grundschulen und Gymnasien, heißt es in einer Mitteilung des Kultusministeriums in Hannover. Zusätzlich wolle Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) 50 Stellen für die schulische Sozialarbeit an den berufsbildenden Schulen entfristen oder zusätzlich ausschreiben. In Göttingen sollen das Gymnasium „Otto Hahn“ und die Arnoldi-Schule, in Rosdorf die Grundschule „Heinrich Grupe“ von der Ausschreibung profitieren.

Das Aufstocken der Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an allgemeinbildenden Schulen gehe auf eine Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden aus dem Jahr 2016 zurück. Diese sehe einen Ausbau der schulischen Sozialarbeit in den Jahren 2019 bis 2021 mit 200 Vollzeiteinheiten vor. Insgesamt würden derzeit rund 1050 sozialpädagogische Fachkräfte an rund 950 Schulen eingesetzt. Im Jahr 2021 sollen es rund 1200 an 1100 Schulen sein.

Grüne kritisieren Ankündigung als „Taschenspielertrick“

Die Grünen-Fraktion im Landtag kritisierte die Ankündigung als „unredlichen Taschenspielertrick“. Tonne habe zunächst 100 Stellen, die die Vorgängerregierung beschlossen habe, gestrichen. Wenn er jetzt an anderer Stelle 100 Stellen ausschreibe, ergebe das keinerlei Verbesserung für die Schulen, sagte die schulpolitische Sprecherin Julia Hamburg: „Der Minister zieht lediglich die ohnehin zu kurze Decke auf die andere Seite.“ Der Koalitionsvertrag der rot-schwarzen Regierung sehe vor, jährlich 150 neue Stellen einzurichten. Dahinter bleibe der Minister zurück.

Von Ulrich Meinhard

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