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Göttingen Spanneraffäre im Sporthaus: Trainer aus Raum Göttingen soll Geldstrafe zahlen
Die Region Göttingen Spanneraffäre im Sporthaus: Trainer aus Raum Göttingen soll Geldstrafe zahlen
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17:12 13.08.2019
"Es tut mir sehr Leid", sagte der Fußballtrainer in einem Gespräch mit dem Göttinger Tageblatt. Quelle: Helge Schneemann
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Göttingen

Die sogenannte Spanner-Affäre um einen Fußballtrainer aus dem Landkreis Göttingen hat jetzt auch strafrechtliche Konsequenzen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen hat das Amtsgericht gegen den 47-Jährigen einen Strafbefehl erlassen.

Weil dieser in einem Sporthaus mit einer versteckten Kamera heimlich Fußballspielerinnen beim Duschen gefilmt habe, solle der Trainer eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 70 Euro (insgesamt 8400 Euro) zahlen. Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Laue, mit. Außerdem sollen die Videokamera und die Datenträger mit den abgespeicherten Aufnahmen eingezogen werden.

Sechs Taten von 2015 bis 2018

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trainer insgesamt sechs Taten vor, die er zwischen April 2015 und Oktober 2018 begangen haben soll. Demnach soll der 47-Jährige im Duschraum eines Sporthauses eine Kamera montiert und damit Fußballspielerinnen aus mehreren Vereinen beim Duschen gefilmt haben. Insgesamt seien mehrere Dutzend Frauen betroffen gewesen, sagte Laue. Strafrechtlich sei dies als Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch die Anfertigung von Bildaufnahmen zu werten. Das Gesetz sieht hierfür eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Von eigener Frau enttarnt

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. Sollte der Trainer dagegen Einspruch einlegen, käme es zu einer öffentlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Göttingen.

Aufgeflogen waren die voyeuristischen Aktivitäten im vergangenen Herbst. Damals hatte die Ehefrau des Trainers im Sporthaus in Sieboldshausen eine versteckte Kamera entdeckt, die unter einem Waschbecken angebracht war. Die Kamera wurde dann der Polizei übergeben. Bei der Auswertung der Bildaufnahmen fiel der Verdacht auf den Ehemann der Spielerin. Der 47-Jährige hatte danach sein Amt als Fußballtrainer niedergelegt.

So haben sich die Spielerinnen gefühlt:

Duderstädterinnen sind „geknickt“

Das sagt der Trainer im Tageblatt-Interview:

Es tut mir sehr, sehr leid. Ich höre damit auf

Von Heidi Niemann

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