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Göttingen Sparkasse kauft Teil der Städtischen Wohnungsbau
Die Region Göttingen Sparkasse kauft Teil der Städtischen Wohnungsbau
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18:35 17.09.2009
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Gesellschafter der Städtischen Wohnungsbau mit 4490 Mietwohnungen, 15 Gewerbeeinheiten, einer Alten- und drei Kindertagesstätten sind bisher die Stadt Göttingen zu 85 Prozent und die Norddeutsche Immobiliengesellschaft (Nileg) mit 15 Prozent. Die Nileg wurde im September 2005 für 1,5 Milliarden Euro vom US-Investor Fortress von der Norddeutschen Landesbank erworben. In der Finanzkrise versucht Fortress nun, Nileg-Anteile wieder zu Geld zu machen. Seit einem Jahr hat die Sparkasse mit Fortress-Vertretern über den Preis verhandelt. Jetzt, so bestätigten auf Tageblatt-Anfrage die Sparkassenvorstände Rainer Hald und Michael Rappe, herrsche Einigkeit. Der Verwaltungsrat hat dem Kauf zugestimmt. Die Summe, die die Sparkasse für den Anteil zahlt, nennt sie aber nicht. Nominal sind es 15 Prozent (300 000 Euro) des Stammkapitals von 2 Millionen. Bei einem Anlagevermögen (Bilanz vom 31. Dezember 2008) von 116 Millionen Euro, einer Bilanzsumme von 126 Millionen, Verbindlichkeiten von 92 Millionen und einem Eigenkapital von 32,5 Millionen dürfte der Kaufpreis bei unter 5 Millionen liegen.

Mit der Stadt als Mehrheitseigner war das Geschäft von Beginn an abgestimmt. Es sei darum gegangen, so Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD), den Anteil nicht als Renditeanlage auf dem freien Markt meistbietend an einen Spekulanten zu verkaufen. Grundlage des Kaufpreises, so Meyer, sei ein Wertgutachten gewesen. „Ein vernünftiges Ergebnis“, sagt Meyer. Die Städtische Wohnungsbau solle dauerhaft ein attraktives Mietangebot für die Göttinger Bürger bieten. Das werde mit dem kommunalen Kreditinstitut als Partner erreicht.

Von Jürgen Gückel