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Göttingen Spenden für „Keiner soll einsam sein“ erwünscht – obwohl Erbsensuppe und Offener Heiligabend erneut ausfallen müssen
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Spenden für „Keiner soll einsam sein“ erwünscht – obwohl Erbsensuppe und Offener Heiligabend erneut ausfallen müssen

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16:40 02.12.2021
Das große Erbsensuppe-Essen auf dem Göttinger Marktplatz zog viele Gäste an. Aufgrund der Pandemie muss es zum zweiten Mal in Folge ausfallen.
Das große Erbsensuppe-Essen auf dem Göttinger Marktplatz zog viele Gäste an. Aufgrund der Pandemie muss es zum zweiten Mal in Folge ausfallen. Quelle: Christina Hinzmann/Archiv
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Göttingen

Menschen geraten aus ganz unterschiedlichen Gründen in Not. Soziale Einrichtungen in Göttingen und der Region unterstützen diese Menschen dabei, ihre Tiefschläge zu verarbeiten und wieder im Alltag Fuß zu fassen. Um diese Hilfegeber zu unterstützen, hat das Tageblatt vor mehr als 40 Jahren die Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“ (KSES) ins Leben gerufen. Bei der Spendenaktion kommen nicht unerhebliche Beträge zusammen. Die Beratungsstellen in Stadt und Landkreis wie etwa die Sozialdienste, die Schuldnerberatung der AWO und der Diakonieverband des Kirchenkreises Göttingen vermitteln die Spenden an die Betroffenen und sorgen dafür, dass das Geld auch ankommt.

Erbsensuppe-Essen muss ausfallen

Das große Erbsensuppe-Essen läutet die Aktion ein, meist an zwei Orten in Göttingen. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung aufgrund der pandemischen Lage ausfallen. Auch in diesem Jahr muss das Tageblatt auf den öffentlichen Suppenausschank, bei dem viele Sponsoren und Unterstützer der Aktion am Topf stehen würden, verzichten. „Wir hätten diese Traditionsveranstaltung sehr gerne durchgeführt“, sagt Tageblatt-Frerk Schenker. „Der Suppenausschank ist für viele Göttinger ein Pflichttermin der Vorweihnachtszeit.“ Um die Gäste und Spender keinem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen, müsse das Tageblatt jedoch ein weiteres Mal auf dieses Zusammenkommen verzichten.

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Offener Heiligabend hoffentlich 2022 wieder möglich

Der Höhepunkt der bekannten Aktion ist der offene Heiligabend, der zuletzt 2019 in der Zentralmensa der Universität Göttingen ausgerichtet wurde. Alle, die den 24. Dezember gern in Gemeinschaft verbringen möchten, konnten dort bis Pandemiebeginn auf neue und alte Gesichter treffen. Rund 400 Menschen hätten alljährlich gemeinsam gefeiert, berichtet KSES-Vorsitzender Wolfgang Stoffel. Menschen, die sonst allein waren, Hunger hatten oder die einmal ein ganz anderes Gefühl von Weihnachten erleben wollten. Auch für die vielen freiwilligen Helfer, die den offenen Heiligabend erst möglich gemacht haben, sei die erneute Absage traurig.

Beim Offenen Heiligabend in der Zentralmensa der Aktion „Keiner soll einsam sein“ (KSES) 2019 sprach Pastor Thomas Harms die Andacht. Quelle: Swen Pförtner

Stoffel begleitet die Aktion seit 33 Jahren und bedauere sehr, dass auch dieses Event dieses Jahr nicht stattfinden kann. „Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder in der renovierten Stadthalle mit 400 Gästen feiern können“, sagt Stoffel. Dass das Suppeessen, der offene Heiligabend und auch das Benefizkonzert dieses Jahr erneut wegfallen, ist „sehr tragisch“, sagt Stoffel. Doch das sollte die Spendenbereitschaft nicht schmälern. „Es sind viele Institutionen dabei, die wir mit dem Geld unterstützen können“, so der KSES-Vorsitzende. Mit den Spenden könnten Einzelfallhilfen in mancher Notlage geleistet werden.

Spenden an KSES trotzdem möglich

Wer spenden möchte, überweist an eine dieser Kontonummern:

  • Sparkasse Göttingen: DE 78 2605 0001 0000 0004 22
  • Sparkasse Duderstadt: DE 94 2605 1260 0000 7711 88
  • Volksbank Kassel Göttingen: DE72 5209 0000 0043 0425 05
  • Volksbank Mitte: DE72 5226 0385 0005 0535 44

Von Lea Lang