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Göttingen Wippen, Schaukeln und eine Eisdiele
Die Region Göttingen Wippen, Schaukeln und eine Eisdiele
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00:19 27.11.2017
Nila weiß genau, was sie sich für den neuen Spielplatz am Rosenwinkel wünscht: eine Einhorn-Wippe.
Nila weiß genau, was sie sich für den neuen Spielplatz am Rosenwinkel wünscht: eine Einhorn-Wippe. Quelle: Foto: Richter
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„Ich möchte einen großen Sandkasten mit einem Bagger“, ruft Eric in den Raum. Elijah will vor allem ein Klettergerüst und eine Baumplattform, Nila ein Einhorn-Wipptier. Es sind vor allem Kletter-, Schaukel- und Bewegungsgeräte, die sich die Kinder aus dem Viertel für ihren „neuen“ Spielplatz wünschen. Nur Meleks Bild auf einem Plakat der ASC-Hortkinder vom Egelsberg verwirrt die Runde: Es zeigt eine Eisdiele. Schnell wird klar, dass er sich eine Art Tresen wünscht, an dem die Kinder mit Sandförmchen und Bechern Kaufmann und Eismann spielen können.

Die Spielgeräte sind mehr als 20 Jahre alt

Etwa 20 Kinder sind dem Ruf der Stadtverwaltung und des Sanierungsmanagements für die Erneuerung der Weststadt gefolgt. Von ihnen wollen sie hören, wie ihr Wunschspielplatz am Rosenwinkel aussehen soll. Die Hortkinder haben sich schon vorher damit befasst und das Plakat gemalt. Mit den anderen Besuchern können sie an diesem frühen Abend weitere Wünsche und Ideen aus Papier und bunten Pfeifenputzerbürsten basteln. Große Rutschen gehören ebenso dazu wie ein Drehpilz, ein Fußballfeld und ein Kaffeeautomat für die Mütter. Und alle Kinder sind sich einig: Auf den Spielplatz dürfen keine Hunde. Auch die Planer von der Stadt und vom Büro „Daber und Kriege“ haben Vorschläge mitgebracht: große Spielhäuser aus Holz, Wackel-Tiere an Seilen und Kletterkombinationen.

Die wenigen verbliebenen Spielgeräte sind über 20 Jahre alt, erklärt Margarete Siebert vom Fachdienst Jugend. Schon lange sei der alte Spielplatz in einem trostlosen Zustand. Im nächsten Jahr will die Stadt das 1150-Quadratmeter-Gelände neu gestalten - wieder als Spielplatz für Drei- bis Zwölfjährige. Etwa 190 Kinder aus dieser Altersgruppe lebten im 400-Meter-Radius um den Spielplatz, ergänzt Siebert. Wie viel Geld für die neue Anlage zur Verfügung stehen wird, sei allerdings noch unklar. Voraussichtlich im Frühjahr werde der Bewilligungsbescheid vom Land für die nächste Runde der Weststadt-Erneuerung im Programm „Soziale Stadt“ eingehen, sagt Sanierungsmanagerin Brigitte Nieße. Bis dahin wollen die Planer die Ideen der Kinder, ihre eigenen und die Möglichkeiten auf dem Platz unter einen Hut bringen. Nach der Feinplanung könnte der neue Spielplatz „vielleicht“ im Spätsommer oder im Herbst eröffnet werden, hofft Landschaftsplaner Jörg Kriege. Der soll dann auch wieder neue und sichere Zäune zu den Nachbargrundstücken haben, vielleicht auch einen Ballfangzaun und fest montierte Bänke. Das sind die wichtigsten Wünsche der Nachbarn, die sich am Freitagabend ebenfalls an der Spielplatzplanung beteiligt haben. Vier Anlieger nutzten diese Gelegenheit, und nur eine weitere Sorge treibt sie weiter um: laut feiernde Jugendliche, die den Spielplatz gerne am Abend und nachts in Beschlag nehmen.

Von Ulrich Schubert

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