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Göttingen Spitzen-Restaurant Planea schließt am 31. August
Die Region Göttingen Spitzen-Restaurant Planea schließt am 31. August
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22:27 01.07.2011
Ende August sollen die pinkfarbenen Lichter erlöschen: Das Fine-Dining-Restaurant an der historischen Sternwarte schließt nach 15 Monaten.
Ende August sollen die pinkfarbenen Lichter erlöschen: Das Fine-Dining-Restaurant an der historischen Sternwarte schließt nach 15 Monaten. Quelle: Hinzmann
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Zu groß waren die Verluste, die das „Fine-Dining-Restaurant“ in den vergangenen Monaten verursacht hat. Die Gästezahlen seien weit hinter den Erwartungen zurück geblieben.

„Wir haben zwar mit einem Minus gerechnet,“ gibt Feuerstein zu. Als Kaufmann müsse er sich aber die Frage stellen, wie hoch das Minus sein dürfe. Zwei, drei Jahre habe er dem Restaurant gegeben, um sich zu entwickeln. Nun müsse man aber nüchtern zur Kenntnis nehmen, dass die Zielgruppe zu klein war. Mit dem Gauß, dem Gaudí (beide Göttingen), dem Novalis (Nörten-Hardenberg) und dem Schillingshof (Groß Schneen) sei die Region gut vertreten. Mit dem Planea habe man „eine Nische in der Nische“ besetzen wollen. Dass das nicht geklappt habe, müsse man respektieren: „Das ist meine Fehleinschätzung gewesen“, räumt Feuerstein ein. Nun müsse man auch zu den Fehlern stehen. „Unternehmer kommt von unternehmen“, sagt Feuerstein. „Wir wollten nicht so lange warten, bis andere einem die Entscheidung abnehmen.“

Seit Jahresbeginn habe man das Konzept modifiziert – ohne Erfolg. „Ich kann nur das verwerfen, was ich selbst probiert habe.“ Die Bedenken und Warnungen hätten ihn nicht entmutigt. „Wir haben eine Menge Erfolge vorzuweisen, es ist vieles gelungen. Und nun haben wir einen Denkzettel erhalten“, gibt sich Feuerstein selbstkritisch. Mit einem „Abschiedsmenü“, das eigentlich als „Entdeckermenü“ vorgesehen war, wolle man sich den Gästen noch einmal empfehlen. Es gibt Hummer, Rinderfilet und Schokolade – die Renner der vergangenen Monate. „Das ist ein harter Schritt.“

Die Universität, die das Planea verpachtet, habe Feuerstein am Mittwoch über seine Entscheidung informiert: „Ich habe gebeten, den Pachtvertrag vorzeitig aufzulösen.“ „Wir bedauern die Entscheidung“, sagte Uni-Sprecher Bernd Ebeling. Man führe mit Feuerstein Gespräche darüber, wie es nun weitergehe. „Dem wollen wir nicht vorgreifen“, so Ebeling. Die Universität sei aber daran interessiert, einen gastronomischen Betrieb in den Räumen fortzuführen.

Von Lukas Breitenbach