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Göttingen Sportausschuss der Stadt einig über Konzept für Weender Freibad
Die Region Göttingen Sportausschuss der Stadt einig über Konzept für Weender Freibad
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18:24 19.03.2014
Von Jörn Barke
Soll erhalten bleiben: Sprungturm im Weender Freibad.
Soll erhalten bleiben: Sprungturm im Weender Freibad. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Und nun das: Als am Dienstag im Sportausschuss der Stadt das Thema erneut auf der Tagesordnung stand, herrschte eine Stimmung wie bei einem schönen Sommertag im Freibad. Scherze wurden gemacht, jeder dankte jedem, und GoeSF-Chef Alexander Frey, der zwei Jahre lang mit dem Freibad-Mühlstein unter dem Arm seine Bahnen ziehen musste, erhielt sogar Sonderapplaus.

Der Grund für den Sonnenschein: Es steht ein Umbau-Konzept, das von allen beteiligten Gruppierungen getragen wird, das einstimmig vom Sportausschuss gebilligt wurde und bereits am 16. Mai – noch vor der Oberbürgermeisterwahl – vom Rat verabschiedet werden soll.

Das vom Ausschuss empfohlene Konzept geht auf ein Elf-Punkte-Papier zurück, für das bereits der Ortsrat Weende einstimmig votiert hatte. Der endgültige Plan wurde allerdings noch etwas modifiziert und teils etwas strenger gefasst. Er sieht folgende Eckpunkte vor:

  • Die Wasserfläche wird auf 1200 Quadratmeter verkleinert.
  • Der Zehn-Meter-Turm bleibt erhalten. Die Kosten für die Sanierung übernimmt der Förderverein.
  • Die große Rutsche bleibt mit einem kleinen Auslaufbecken.
  • Es gibt mehrere 50-Meter-Schwimmbahnen mit 1,35 Meter Wassertiefe.
  • Es gibt warme Duschen und Umkleidebereiche.
  • Der Nichtschwimmerbereich wird neu gestaltet und in das jetzige Sportbecken integriert.
  • Auf dem Freibadgelände soll ein ganzjährig nutzbares Freizeit- und Sportangebot entstehen.
  • Das Freibad wird ein ungeheiztes Naturschwimmbad. Die Betriebskosten müssen geringer sein als bei einem konventionellen Freibad.
  • Es wird geprüft, ob ein Blockheizkraftwerk zur Wassererwärmung errichtet werden kann, mit dem auch benachbarte Gebäude geheizt werden können.
  • Eine Fläche im Süden des Freibad-Geländes wird verkauft, um einen Teil der Umbaukosten zu finanzieren. Die Bebauung soll zum Freibad passen.
  • Die Stadt Göttingen übernimmt höchstens zwei Millionen Euro der Umbaukosten. Vom jährlichen Betriebskostenzuschuss übernimmt die Stadt höchstens 70 000 Euro, der Förderverein mindestens 30 000 Euro.

Der Sportausschuss-Vorsitzende Fritz Güntzler (CDU) hofft, dass auch der Rat die Bad-Entscheidung geschlossen trifft. Auch Hans Otto Arnold (CDU) und CDU-Oberbürgermeisterkandidat Martin Rudolph begrüßten die Entscheidung.