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Göttingen Staatsanwalt ermittelt erneut gegen Gereso-Inhaber
Die Region Göttingen Staatsanwalt ermittelt erneut gegen Gereso-Inhaber
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18:32 30.03.2012
Von Jürgen Gückel
Folge des Chemie-Skandals: Beim Brand Grone grün gefärbt.
Folge des Chemie-Skandals: Beim Brand Grone grün gefärbt. Quelle: dpa
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Grone

Doch wie sich bei der Räumung des in Grone abgebrannten Lagerhauses durch eine Spezialfirma zeigte, hat L. offenbar wieder verbotswidrig alle möglichen Substanzen sowie Elektroschrott gehortet. Genehmigt war deren Lagerung in Grone nicht. Im Gegenteil: Die Stadt hatte L. gedrängt, sein Lager zu genehmigen, doch als dieser Antrag im Februar einging, war nur von harmlosen Stoffen die Rede.

Bei der Räumung der Brandruine aber, so teilten gestern Polizei und Stadt Göttingen mit, die die Aufräumarbeiten angeordnet hatten, fanden sich  jeweils rund 100 Liter Säuren und Laugen, Peroxide, mehrere hundert Liter entzündliche Lösungsmittel und tonnenweise gefährlicher Elektroschrott.

Nach einem Großbrand in einem illegalen Chemikalienlager im Industriegebiet in Grone hat sich der angrenzende Bach Grone grün verfärbt.

Damit ist klar: Wäre das Feuer nicht so massiv bekämpft worden, hätten noch ganz andere Substanzen als das zwar stark färbende, aber harmlose Uranin, welches das Löschwasser grün färbte, freigesetzt werden können. Die Brandursache aber ist immer noch unklar.

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