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Göttingen Staatsanwaltschaft Göttingen: Schüsse auf Polizisten ohne Vorsatz
Die Region Göttingen Staatsanwaltschaft Göttingen: Schüsse auf Polizisten ohne Vorsatz
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23:21 23.05.2013
Von Jürgen Gückel
Quelle: AP/Probst (Symbolbild)
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Göttingen

Das hat am Donnerstag die Staasanwaltschaft mitgeteilt. Nach genauer Untersuchung und Rekonstruktion des Vorfalls, so Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue, ist die Anklagebehörde zu diesem Szenario gekommen: Der 43 Jahre alte, wegen Drogendelikten verhaftete Göttinger war in einem kriminaltechnischen Raum erkennungsdienstlich behandelt worden.

Es wurden ihm in Anwesenheit dreier Polizeibeamter Fingerabdrücke abgenommen, als der Angeklagte „blitzschnell ins Holster des Polizeibeamten gegriffen“ habe, um sich der Waffe zu bemächtigen. Der Beamte habe sofort mit beiden Händen zugegriffen, um dem Verhafteten die Schusswaffe zu entwinden.

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Dabei habe sich der erste Schuss gelöst und den Polizisten im Oberschenken getroffen. Das Projektil habe das Bein durchdrungen und einen zweiten, daneben stehenden Polizisten getroffen.

Beim weiteren Versuch der beiden nun verletzten Beamten, dem Täter die Waffe zu entwinden, habe sich ein zweiter Schuss gelöst, der eine junge Beamtin im Bereich des Oberkörpers nur knapp verfehlt habe. Das Projektil sei in eine Wand eingeschlagen.

Der wegen zahlreicher Drogendelikte und weiterer Eigentumsdelikte vorbestrafte Göttinger wird sich wegen des Vorfalls vor einer großen Strafkammer des Landgerichts verantworten müssen, nicht aber vor dem auf Straftaten gegen das Leben spezialisierten Schwurgericht. Ein Termin steht noch nicht fest.

Der Angeklagte befindet sich weiter in der vorläufigen Unterbringung. Weil möglich erscheint, dass er zur Tatzeit nicht voll schuldfähig war, komme auch eine Unterbringung in der Entziehungsanstalt oder der Psychiatrie in Betracht.

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