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Göttingen Staatsanwaltschaft Göttingen stellt Ermittlungen gegen GfbV-Gründer ein
Die Region Göttingen Staatsanwaltschaft Göttingen stellt Ermittlungen gegen GfbV-Gründer ein
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20:30 23.10.2013
Von Matthias Heinzel
Quelle: Weigel/dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

Angestrengt hatten das Ermittlungsverfahren die früheren GfbV-Vorstandsmitglieder Harald Klein und James Albert durch eine Strafanzeige. Zwischen ihnen und GfbV-Gründer Zülch war es zu einem erbittert geführten Streit gekommen.

Tilmann Zülch

Schließlich gaben Klein und Albert gegenüber der Staatsanwaltschaft an, Zülch habe sich von der Menschenrechtsorganisation zu Unrecht ein Gehalt auszahlen lassen und somit Vereinsgeld unterschlagen. Außerdem seien undurchsichtige Zahlungen an das GfbV-Büro in Bosnien-Herzegowina gegangen.

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Alles haltlos, befand jetzt die Staatsanwaltschaft. Die Zahlungen an Zülch – insgesamt 70 000 Euro – seien vom GfbV-Vorstand ordentlich beschlossen und somit rechtmäßig gewesen, was auch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt habe. Und die monatlichen Projektgelder für die Bosnienhilfe in Höhe von 5000 Euro seien „satzungsgemäß und -konform ausgewiesen“ worden.

Dass die Vorwürfe gegen ihn anderthalb Jahre im Raum gestanden hätten, habe ihn sehr verärgert, erklärte Zülch am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hätte die Angelegenheit „in 20 Minuten klären können“. Es habe sehr lange gedauert, bis die mit der Sache vertrauten Personen befragt worden seien.

Zülch hatte die Vorwürfe von Anfang an bestritten. Die GfbV will jetzt Strafanzeige wegen Rufschädigung erstatten und Schadensersatz fordern.