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Göttingen Flüchtlinge sollen sich selbst um Wohnungen kümmern
Die Region Göttingen Flüchtlinge sollen sich selbst um Wohnungen kümmern
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12:33 15.06.2018
Die Flüchtlingsunterkunft am Hagenweg – eine Notunterkunft. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Seit Mitte Mai verschickt die Stadt Briefe an Flüchtlinge. Darin erklärt die Sozialverwaltung, die Flüchtlingsheime seien „nicht zur dauerhaften Nutzung vorgesehen, sondern nur zur vorübergehenden Nutzung, bis die eingewiesene Person eine eigene Wohnung gefunden hat“. Danach werden die Adressaten aufgefordert, „den Zustand Ihrer Obdachlosigkeit durch ständige und intensive Suche nach einer eigenen Wohnung zu beseitigen“ und gegenüber der Verwaltung entsprechende Bemühungen im Abstand von vier Wochen nachzuweisen – beispielsweise durch Zeitungsannoncen oder Bewerbungsschreiben auf Wohnungsangebote.

„Menschen nicht im Regen stehen lassen“

Grünen-Ratsherr Thomas Harms interpretiert die Schreiben als „Ultimatum“ und fordert eine Kursänderung. „Ein Umzugsmanagement der städtischen Sozialarbeit sollte dazu beitragen, bezahlbaren Wohnraum zu finden und die Menschen nicht im Regen stehen lassen.“

Verschiedene Initiativen zur Unterstützung von Flüchtlingen fordern „eine umfassende und wertschätzende Beratung und Unterstützung bei der Wohnungssuche, die bislang in den seltensten Fällen stattfinden“. Kristina Becker von Refugee Network Göttingen: „Wie soll das in einer Stadt funktionieren, die seit Jahren keine aktive und soziale Wohnraumpolitik betreibt? Geflüchtete reagieren verunsichert wegen des Begriffs ,Obdachlosigkeit‘, waren sie doch bisher davon ausgegangen, dass sie in ihrer Unterkunft sicher untergebracht seien, bis sie eine Wohnung finden.“

Stadt: „Kein Ultimatum

Die Stadtverwaltung erklärt, die Aufforderungen an die Bewohner von Flüchtlingsunterkünften ergingen „zusätzlich zu den Anstrengungen der Stadtverwaltung, Wohnraum für Geflüchtete zu organisieren, um die Siekhöhe zum 30. Juni 2019 schließen zu können“. Das Umzugsmanagement helfe dabei, versichert Verwaltungssprecher Dominik Kimyon: „Eine Mitarbeiterin unterstützt die Menschen, Wohnraum zu finden. Sie hilft beim Suchen von Angeboten im Internet oder in der Zeitung und unterstützt beim Umzug. Wir stellen kein Ultimatum, auch werden keine Sanktionen oder Ähnliches verhängt.

Die Flüchtlingsheime seien „Notunterkünfte“, sagt Kimyon. „Zum Teil leben Menschen aber bereits seit etlichen Jahren in den Wohnungen.“

Von Matthias Heinzel

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