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Göttingen Stadt Göttingen muss Ersatzampel für Godehardbrücke selbst zahlen
Die Region Göttingen Stadt Göttingen muss Ersatzampel für Godehardbrücke selbst zahlen
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00:29 29.01.2015
Von Ulrich Schubert
Die Ampelanlage kostet die Stadt Göttingen außerplanmäßig 130 000 Euro. Quelle: PH/Archiv
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Göttingen

Die Ampelanlage ersetzt eine Fußgängerbrücke, die durch einen zu hoch beladenen Transporter schwer beschädigt wurde und abgerissen werden musste.  Weil an dieser Stelle viele Schüler die viel befahrene Straße überqueren, lies die Verwaltung eilig eine Ampelanlage bauen - auch , weil eine Brücke "nicht mehr zeitgemäß sei". Verwaltung und Rat waren davon ausgegangen, dass die Vesicherung des Transportfahrers alle Kosten deckt.

"Im Prinzip tut sie das auch", erklärte im Ausschuss ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung: Obwohl der Restwert der 30 Jahre alten Brücke nur noch 30 948 Euro betrage, übernehme sie alle unmittelbaren Folgekosten wie Abriss, Straßensperrung und ähnliches - zusammen gut 100 000 Euro. Die Ampel aber sei ein davon unabhängiges, neues Anlagevermögen, das müsse die Stadt selbst zahlen. Versicherungsrechtlich sei das korrekt. Eine neue Brücke hätte mindestens eine halbe Million Euro gekostet.

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Die Politiker reagierten empört: "Ich dachte, mich tritt ein Pferd", echauffierte sich Frank-Peter Arndt (SPD) und wollte wissen, ob sich die Stadt selbst gegen solche Überraschungen versichern könne. "Es muss doch möglich sein, sich gegen so etwas zu wehren", ergänzte Thorsten Wucherpfennig (Linke). Auch Margit Göbel (Grüne) äußerte sich "verärgert", bezweifelte aber dass eine eigene Zusatzversicherung für so einen "doch seltenen Unfall" sinnvoll sei.

Nachdem ein Tieflader mit einem geladenen Bagger die Godehardbrücke rammte, musste die Brücke wegen der entstandenen Schäden nun abgerissen werden. © Hinzmann