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Göttingen Stadt Göttingen will Kita in Esebeck weiterhin schließen
Die Region Göttingen Stadt Göttingen will Kita in Esebeck weiterhin schließen
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17:40 07.03.2013
Von Michael Brakemeier
Kindergartendebatte: 50 Bürger diskutieren mit Melzer, Meyer und Lieske (vorne, v. l.).
Kindergartendebatte: 50 Bürger diskutieren mit Melzer, Meyer und Lieske (vorne, v. l.). Quelle: Hinzmann
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Elliehausen

Als Grund für die Schließung nennt die Stadt – am Montag vertreten durch Oberbügermeister Wolfgang Meyer (SPD), Jugenddezernent Siegfried Lieske (Grüne), Gebäudemanager Harald Melzer und den Leiter des Fachbereichs Jugend, Klaus-Dieter Schmidt – die Kosten für die Sanierung des Fachwerkgebäudes in Esebeck.

Ein Gutachten, so Harald Melzer, sei bereits 2010 zu dem Ergebnis gekommen, dass „mindestens“ 200 000 Euro Sanierungskosten auf die Stadt zukämen. Das sei zu viel, zumal derzeit nur sechs der möglichen 18 Plätze in der Halbtags-Einrichtung besetzt seien. Gleichzeitig warteten im Nachbardorf Elliehausen 18 Kinder auf einen Betreuungsplatz.

Die Idee der Verwaltung: ein Anbau an den dortigen städtischen Kindergarten für 230 000 Euro, um dort eine zusätzliche Gruppe einzurichten. Die Esebecker Kinder könnten dort dann ebenso untergebracht werden. Der Transport könne, so eine erste Überlegung, mit stadteigenen Autos mit Mitarbeitern im freiwilligen sozialen Jahr organisiert werden.

Die Esebecker fürchten mit der Schließung des Kindergartens nicht nur negative Auswirkungen für die Eltern, sondern für den gesamten Ort. Er würde ausbluten und für junge Familien wenig attraktiv werden. Sie forderten trotz der Sanierungskosten die Erhaltung der Kindertagesstätte. Ihr Vorwurf: Die Stadt habe sich nicht rechtzeitig um das Gebäude und die Instandhaltung gekümmert. Eine Entscheidung über die Einrichtung trifft die Politik.