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Göttingen Stadt ändert Gebühren zum Jahreswechsel
Die Region Göttingen Stadt ändert Gebühren zum Jahreswechsel
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00:16 10.12.2012
Von Ulrich Schubert
Müllgebühren steigen in Göttingen zum Jahreswechsel.
Müllgebühren steigen in Göttingen zum Jahreswechsel. Quelle: MW
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Göttingen

Bereits beschlossen hat der Rat der Stadt neue Gebührensätze für Leistungen auf städtischen Friedhöfen. Die Veränderungen sind minimal. Einige Preise verringern sich um ein Prozent. Nur für die Pflege von Gräbern durch die städtischen Friedhofsgärtner wird nach mehreren Jahren jetzt teurer.

Stimmt der Rat kommende Woche zu, müssen die Göttinger allerdings 16 Prozent mehr für die Müllabfuhr bezahlen als in diesem Jahr. Damit liegen die Sätze fast wieder auf dem Niveau von 2011. Denn nach erfolgreicher Klage von Bürgern mussten die Entsorgungsbetriebe die Gebühr Anfang 2012 drastisch senken – damals um 18 Prozent.

Fehler in Kalkulationen korrigiert

Inzwischen haben sie die Fehler in ihren Kalkulationen korrigiert und kommen wieder fast auf die alten Sätze. Das heißt zum Beispiel: Ein Haushalt mit vier Personen zahlt für eine graue Restmülltonne mit 120 Liter Fassungsvermögen 142,33 Euro jährlich, für eine ebenso große Komposttonne 85,39 Euro.

Unverändert bleiben die Kanalgebühren. Für die Beseitigung des Schmutzwassers zahlen Göttinger weiterhin 2,34 Euro je Kubikmeter – gemessen am Frischwasserverbrauch. Und für den Abfluss von Regenwasser kassiert die Stadt 54 Cent je Quadratmeter befestigte Fläche. Auch für die Abfuhr aus hauseigenen Kläranlagen und -gruben bleibt der Preis stabil.

Berechnung von Straßenreinigung und Winterdienst

Noch nicht entschieden, aber sehr wahrscheinlich, ist eine veränderte Berechnung der Straßenreinigung und des Winterdienstes. Die Stadt muss beide Leistungen künftig getrennt abrechnen. Weil je nach Straßenklasse unterschiedlich oft gefegt beziehungsweise Schnee geräumt wird, zahlen manche Göttinger dann weniger und andere mehr als bisher.

Schlechter kommen die Bewohner in den Dörfern weg. Sie müssen künftig auch für den Winterdienst eine Gebühr entrichten. Bisher wurden die Kosten hierfür in den Ortsteilen aus dem allgemeinen Haushalt beglichen. Das haben Gerichte als ungleich kritisiert.