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Göttingen Stadt soll Wohnheim am Fridtjof-Nansen-Haus mieten
Die Region Göttingen Stadt soll Wohnheim am Fridtjof-Nansen-Haus mieten
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11:45 12.11.2018
Wohnheim am Fridtjof-Nansen-Haus. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion in der Ratssitzung am Freitag, 16. November, einbringen. „Nach unserem Kenntnisstand stehen die Räumlichkeiten des ehemaligen Studentenheims im Fridtjof‐Nansen‐Haus leer. Eine Nutzung durch den Hogrefe‐Verlag als neuem Eigentümer des ehemaligen Goethe-Instituts scheint in nächster Zeit nicht beabsichtigt“, heißt es in der Begründung des Antrags. Schon bei der Vorstellung der Konzepte im Bauausschuss hätten beide potenziellen Käufer erklärt, dass das Wohnheim kurz‐ und mittelfristig für Wohnzwecke zur Verfügung stünde.

Im Mai noch besetzt

„Auch vor notwendigen Renovierungskosten sollten wir nicht grundsätzlich zurückschrecken“, so Gerd Nier (Linke) als Verfasser des Antrags. Wenn eine Stadt Millionenbeträge in den Ausbau einer Lagerhalle zum Wohnen für geflohene Menschen investieren und Immobiliengesellschaften mit Renovierunsbeiträgen für Belegungsrechte unterstützen könne, dann „sollte auch ein Vertrag zur Anmietung und Renovierung eines im wesentlichen intakten Gebäudes für Wohnzwecke möglich sein“.

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Schon im Juni dieses Jahres hatten sich die Linken gegen einen Verkauf des für die Nutzung des in den 1960er Jahren erstellten Anbaus ausgesprochen. Das noch im Mai besetzte Gebäude sollte besser als Wohnheim für Flüchtlinge und Menschen mit geringem Einkommen umgebaut werden. Damals fand die Idee im Rat keine Mehrheit. Die kommende Sitzung beginnt um 16 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

Von Markus Scharf