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Göttingen Stadt sucht weiter Investoren für Hotel
Die Region Göttingen Stadt sucht weiter Investoren für Hotel
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19:38 22.03.2012
Von Michael Brakemeier
„Schandfleck“: Ehemaliges Institut soll abgerissen werden.
„Schandfleck“: Ehemaliges Institut soll abgerissen werden. Quelle: CH
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Göttingen

„Die alte Tiermedizin am Groner Tor ist inzwischen zu einem Schandfleck in bester Lage geworden“; sagt Holger Welskop, Vorsitzender des Stadtverbandes. Die Gebäude seien „inzwischen völlig verwahrlost“. Die CDU schlägt nun vor, nach dem Abriss auf der rund 9000 Quadratmeter großen Fläche übergangsweise Parkplätze für Touristenbusse einzurichten.

Das sieht inzwischen auch die Stadtverwaltung so und will den CDU-Vorschlag umsetzen: Sie bereitet, wie Sprecher Hartmut Kaiser bestätigt, den Abriss der Institutsgebäude, der mit dem Land Niedersachsen abgestimmt werde, vor. Die Errichtung eines provisorischen Parkplatzes werde in Erwägung gezogen, sagt Kaiser.

Investoren ziehen sich zurück

Eigentlich hätte auf dem ehemaligen Institutsgelände, so die Pläne von Politik und Verwaltung, längst ein Hotelneubau stehen sollen. Eine Lösung, die auch die CDU weiterhin für richtig hält. Doch die Investoren haben sich zurückgezogen. Die Gewinner eines Investorenwettbewerbes, die Bauwo Grundstücks AG aus Hannover, warf im Herbst 2010 das Handtuch. Der Wettbewerbszweite wollte kein Hotel bauen. Inzwischen hat sich auch der Gräfliche Landsitz aus Nörten-Hardenberg von der Idee verabschiedet – die man durchaus verfolgt habe, so Sprecherin Ina ten Doornkaat – , dort an prominenter Stelle ein Hotel zu bauen. „Aktuell gibt es keine Umsetzungspläne“, sagte sie gegenüber dem Tageblatt. Gründe nannte sie nicht. Man sei aber weiter an dem Standort Göttingen interessiert.

Noch im November hieß seitens der Verwaltung, dass die Gespräche mit einem Investor, der auf dem Gelände ein Hotel bauen wollte, „weit fortgeschritten“ seien. „Die Vertragsverhandlungen waren in den wesentlichen Punkten abgeschlossen“, schildert Kaiser. Ein neuer Investor ist derweil nach Tageblatt-Informationen nicht in Sicht.