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Göttingen Stadt und Landkreis Göttingen: Mehr als 1300 Menschen in Seniorenheimen geimpft
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Stadt und Landkreis Göttingen: Mehr als 1300 Menschen in Seniorenheimen geimpft

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17:53 06.01.2021
Anja Beuchlen (Krankenschwester und Hebamme) verabreicht Bewohnerin Anny Schreiber die Impfung in der Pro-Seniore-Residenz am Posthof.
Anja Beuchlen (Krankenschwester und Hebamme) verabreicht Bewohnerin Anny Schreiber die Impfung in der Pro-Seniore-Residenz am Posthof. Quelle: Stadt Göttingen
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Göttingen

Mobile Impfteams des Göttinger Impfzentrums haben damit begonnen, Göttinger gegen SARS-CoV-2 zu impfen. Im Laufe der ersten beiden Tage haben nach Angaben der Stadtverwaltung bereits etwa 260 Menschen die erste von insgesamt zwei erforderlichen Impfungen mit dem Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer erhalten.

Am Mittwoch ging es weiter. In der Altenpflegeeinrichtung Pro Seniore Residenz am Posthof wurden nahezu alle Bewohner und Pflegekräfte geimpft. Von der bislang vom Land an das Impfzentrum Siekhöhe gelieferten Impfstoffmenge werden in den nächsten Tagen dann Bewohner und Beschäftigte von drei weiteren Altenpflegeeinrichtungen in Göttingen versorgt: Pro Seniore Residenz im Friedländer Weg, SenVital Senioren- und Pflegezentrum Luisenhof und das Seniorenzentrum Göttingen am Ingeborg-Nahnsen-Platz. Weitere zehn Einrichtungen stünden dann noch aus, teilt die Verwaltung mit.

Impfungen in der Pro Seniore- Residenz am Posthof Quelle: Stadt Göttingen

„Das war ein hervorragender Start für Göttingen. Die mobilen Impfteams der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Deutschen Roten Kreuzes haben Großartiges geleistet“, lobt Christan Schmetz, Erster Stadtrat und als Feuerwehr-Dezernent der Stadt Göttingen für das Impfzentrum Siekhöhe verantwortlich. Insbesondere die Bereitschaft der Pflegekräfte, sich impfen zu lassen, freue ihn sehr. „Mit einer Impfung schützt man sich und zugleich andere“, so Schmetz. Nach 21 Tagen erfolge die zweite Dosis.

Alexandra Bähr und Niklas Meinecke, Einrichtungsleitungen am Posthof, betonen: „Wir sind überaus glücklich, dass wir als erste Pflegeeinrichtung in Göttingen geimpft werden durften. Die Impfung stellt einen wichtigen Baustein auf dem Weg zurück zu einem uneingeschränkten Leben dar.“

Mehr als 650 Impfungen am Mittwoch

Die beiden mobilen Teams der Landkreis-Impfzentren haben am Dienstag 450 Impfdosen verabreicht – in Hattorf und Wollbrandshausen. Am Mittwoch waren vier mobile Teams unterwegs, in Bad Sachsa, Wieda und Zorge. 446 Impfungen wurden dort nach Angaben der Kreisverwaltung verabreicht. Zwei mobile Impfteams waren mit 218 Dosen im Seniorenpflegezentrum Bovenden und im Seniorenzentrum Sander in Bad Grund im Einsatz.

„Wir bauen darauf, ab jetzt verlässliche Lieferungen vom Land zu erhalten, um wenigstens dem dringendsten Bedarf in Göttingen gerecht zu werden“, sagte Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Corona-Einsatzstabs der Stadt Göttingen. Es gebe bei den Göttingern ein hohes Interesse an einer Impfung. Dies dürfe das Land jetzt nicht dadurch verspielen, dass nicht genügend Impfstoff geliefert werde. Doch selbst wenn die Seren zügig bereit gestellt würden, werde es dauern, bis die Allgemeinbevölkerung einen Termin im Impfzentrum machen könne. „Wir bauen darauf, dass der Moderna-Impfstoff zeitnah zugelassen wird. Niedersachsen soll davon bis Ende des ersten Quartals 200 000 Impfdosen erhalten; damit könnten 100 000 Menschen geimpft werden“, so Broistedt.

Kliniken auf Impfung vorbereitet

Auch in der Göttinger Universitätsmedizin werden zeitnah 975 Impfdosen erwartet, um damit eigene Mitarbeiter sowie Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Weende zu impfen, die unter erhöhten Infektionsbedingungen arbeiten, beispielsweise auf einer Corona-Station. „Bislang haben wir keinen Termin und keine vollständige Klarheit dazu“, sagte der Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen, Stefan Weller. Wenn die Dosen wirklich da seien, könne an der Universitätsmedizin Göttingen mit den ersten Impfungen begonnen werden.

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„Derzeit finden Abstimmungen mit der UMG und der Stadt Göttingen statt. Bereits im Dezember wurde ein hausinternes Impfkonzept erarbeitet, das Prioritätsstufen für einzelne Bereiche vorsieht“, so EKW-Sprecher Stefan Rampfel. Sobald der Impfstoff da sei könne man dort sofort loslegen. Zur Zwischenlagerung des Impfstoffes habe das EKW im Dezember bereits zwei der noch wenig verfügbaren Ultratiefkühltruhen (- 80 Grad Celsius) gekauft.

Zur Zwischenlagerung des Impfstoffes hat das EKW im Dezember zwei der noch wenig verfügbaren Ultratiefkühltruhen gekauft – hier mit Holger Geisler von der Betriebstechnischen Abteilung des EKW. Quelle: Rampfel

Bürger können sich mit ihren Fragen rund um die Covid-19-Impfung an die Hotline der Landesregierung unter der Rufnummer 08 00 / 9 98 86 65 wenden. Die Hotline steht zunächst für allgemeine Fragen zum Impfen, aber noch nicht zur Vereinbarung von Impfterminen zur Verfügung. Die Hotline ist von montags bis sonnabends in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Von Britta Bielefeld

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