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Göttingen Stadtansichten: Vier Filme über Göttingen
Die Region Göttingen Stadtansichten: Vier Filme über Göttingen
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21:29 18.09.2015
Von Michael Brakemeier
Quelle: Screenshot
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Göttingen

Elf Studierende aus ganz Deutschland haben sich filmisch vier Göttinger Orten genähert. Ihr Ausgangspunkt: historische Bilder aus dem Museumsarchiv des Städtischen Museums.

Entstanden sind unter Leitung von Frauke Paech und Torsten Näser vier Filme über die Zietenterrassen, das Idunazentrum, den Marktplatz und die Goetheallee. So unterschiedlich die Orte, so unterschiedlich die Herangehensweise der Studenten.

Vom Kasernengelände bis zum Ort für ein Flüchtlingswohnheim zeichnet der Film "über_Ordnen" die Geschichte der Zietenterrassen nach. Ausgehend von den Schwarz-Weiß-Bildern der Soldatenvergangenheit wechselt der Kurzfilm in die farbige Gegenwart. Wird zu Beginn monoton aus Dienstvorschriften der Bundeswehr zitiert wird, sind es am Ende Gesetze und Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge. Die Botschaft: die Zietenterrassen ein Ort der Disziplin, Macht und auch Gewalt.

Ganz anders der Film "Iduna-Komplex". Fast anrührend gibt er Einblicke ins das Leben von Ellen, Luisa, Börnie und Detlef, die schon seit Jahren in dem in Verruf geratenen Hochhaus wohnen. Es ist ein Film geworden, der zeigt, dass die Außenansicht stark von der Innenansicht abweichen kann.

Wie wandelt sich der Blick auf eine Straße? Um diese Frage geht es im Film "Doing Archive". Die Protagonisten Menschrechtler Tilman Zülch, Friseurin Rosi Gaßmann und Kioskbesitzer  Amin vergleichen historische Bilder der Goetheallee mit der heutigen Straße und schießen aktuelle Fotos. Diese wandern für spätere Generationen ins Museumsarchiv.

Der Film "Schauplatz" spielt mit den Geräuschkulisse auf dem Markt. Busse, Fußschritte, Kehrmaschinen, Brunnengeplätscher. Viel hat sich nicht geändert im Lauf der Zeit. Die Leute flanieren früher wie heute, sitzen im Café oder tragen Einkaufstüten mit sich herum.

Für Museumsleiter Ernst Böhme haben die vier Kurzfilme eines gezeigt: "Dass Archive und Museen immens wichtig sind."