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Göttingen Stadtführer Enno Grebe informiert über Herkunft bekannter Sprichwörter
Die Region Göttingen Stadtführer Enno Grebe informiert über Herkunft bekannter Sprichwörter
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18:30 29.07.2018
Stadtführer Enno Grebe führt die Gruppe durch das alte Rathaus und die Göttinger Innenstadt und spricht über den Ursprung von Sprichwörtern und Redewendungen Quelle: Foto: Kracht
Göttingen

Enno Grebe führte die Gruppe zu Häusern, Plätzen und Kirchen in der Innenstadt. Er vermittelte Informationen zur Stadtgeschichte, erwähnte Fakten zur Bauhistorie und ließ immer wieder Redewendungen einfließen. „Man schätzt, dass es 250000 Sprichwörter im deutschsprachigen Bereich gibt“, sagte Grebe.

Erste Station der Führung war das Rathaus. Grebe erinnerte daran, dass Göttingen im Mittelalter auch Hansestadt gewesen sei. Dies habe dazu geführt, dass die Göttinger „steinreich“ gewesen seien „und sie ihr Haus hier hinstellen konnten“. Mutige junge Männer seien als Kaufleute benötigt gewesen, die auch ihre Ware verteidigen konnten. Sie seien von den alten Hanse-Kaufleuten auf die Probe gestellt worden und sie wurden gehänselt und mussten Mutproben bestehen.

Mehrfach im Jahr ist im Rathaus „zu Gericht gesessen worden“. Mit einer Glocke seien Angeklagte vorgeladen und vor die Schranken des Gerichts gerufen worden. Dabei hätten sie auch gelogen, „dass sich die Balken gebogen haben“. Auch Stadtrufer zählten zu den Besitzern einer kleinen Glocke, mit der sie geläutet haben. Gab es Wichtiges, sei dies „an die große Glocke gehangen worden“ und die Kirchenglocke läutete.

Vor dem Rathaus erinnerte Grebe daran, dass auch die Seitenstraßen in Göttingen breit angelegt worden seien, weil sie keine Zeit und kein Geld verlieren wollten. Daher habe niemand „die Kurve kratzen müssen“. Die Bauweise der Häuser haben dazu geführt, dass kein Passant „vom Regen in die Traufe kommen musste“.

Wenn es neben hohen Gebäuden zieht wie die „Hechtsuppe“, dann werde auf eine Formulierung auf dem Jüdischen zurückgegriffen, erfuhren die Teilnehmer an anderer Stelle. Seien Handwerker auf der Walz gewesen seien, hätten sie oft einen Ohrring getragen. „Wenn sich dann einer der Handwerker etwas zu Schulden kommen ließ, hat man ihm beherzt den Ring entfernt und übrig geblieben ist das Schlitzohr“, erklärte Grebe.

Auch die Gastronomie war Thema der Führung. Wer Schulden hatte, der habe beim Wirt in der Kreide gestanden. Mitunter hätten Wirte den Gästen ein X für ein U vorgemacht und so die Rechnung erhöht.

„Ich lese gerne Bücher mit Sprichwörtern. Daher interessiert mich, woher sie kommen“, sagte Teilnehmerin Petra Kühn. „Schlitzohr wusste ich. Alles andere war neu“, erklärte Regina Sommer.

Von Axel Artmann

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