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Göttingen Stadthalle Göttingen: Betrieb soll 2022 wieder laufen
Die Region Göttingen Stadthalle Göttingen: Betrieb soll 2022 wieder laufen
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00:26 23.06.2019
Stadthalle Göttingen: Die Sanierung geht voran. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Der Sanierungsplan für die Göttinger Stadthalle liegt „im Limit“: Das hat die Göttinger Stadtverwaltung gestern mitgeteilt. Zudem hat sich am Mittwoch der sogenannte „Baubegleitende Beirat“ gegründet. In dem Beirat sollen Vertreter der Nutzer der Stadthalle, wie das Göttinger Symphonie-Orchester, ihre Kompetenzen einbringen.

Matthias Kraemer vom Planungsbüro SSP hatte nach Angaben der Pressestelle der Stadt in der ersten Sitzung des Beirates die Gelegenheit genutzt, alle Akteure auf den gleichen Stand zu bringen: „Der Bauantrag ist gestellt, die Entwurfsplanung liegt im Detail vor und der Kostenplan liegt im Limit,“ so seine Aussage.

Eine erste Probenutzung der kernsanierten Stadthalle stellte der Architekt für Anfang 2022 in Aussicht, der Regelbetrieb könne ebenfalls im ersten Quartal 2022 starten. Die ursprüngliche Planung ging von einem Betrieb noch im Jahr 2021 aus. „Eine deutliche Verzögerung“, kommentierte Dinah Epperlein, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Stadthalle, im Bauausschuss am Donnerstag. Die europaweiten Ausschreibungen seien am Donnerstag veröffentlicht worden.

Verzögerungen sind nicht mehr aufzuholen

Epperlein weiter: „Die Verzögerungen, die der Stillstand verursacht hat, lassen sich leider nicht mehr aufholen.“ Erst im Mai wurde beschlossen, die Sanierung der Halle am Albaniplatz fortzusetzen. Massiv gestiegene Sanierungskosten hatten zu Beginn des Jahres vor allem CDU und FDP im Rat veranlasst, einen Sanierungsstopp zu beantragen.

Der Baubegleitende Beirat, der die Kernsanierung der Stadthalle begleiten soll, hat sich am Mittwoch konstituiert. Zum ersten Treffen kamen Vertreter der Stadtverwaltung, des Planungsbüros und Kulturschaffende.

„Mit der Errichtung des Beirats setzen wir eine wichtige Forderung der Politik um, die sicherlich zu einer transparenteren Sanierungsphase beitragen wird“, so Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in einer Stellungnahme. „In der ersten Sitzung sind wir aber nicht in voller Besetzung gestartet“, so Epperlein. Und weiter: „Für die nächste Sitzung haben sich aber weitere Akteure aus dem Kulturbereich angekündigt.“ Thema laut Epperlein: Akustik und Bühnentechnik.

Abstimmung mit Hauptnutzern der Halle

Am Auftakt hatten aus dem Kulturbereich Vertreter des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) sowie der Göttinger Händel-Gesellschaft teilgenommen. Nach Darstellung der Verwaltung sollen dem Beirat künftig Vertreter des GSO, der Händel-Gesellschaft, des Vereins Kunst, von Veranstaltern, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH (GWG) und der Stadtverwaltung angehören. Zusätzlich sollen Themen bezogen weitere Gäste und Fachleute hinzugezogen werden, kündigt die Verwaltung. In einem Antrag hatte die CDU-Fraktion zuvor von der Verwaltung gefordert, „sich zeitnah mit den Hauptnutzern der Stadthalle eng bei den kommenden Sanierungsplänen abzustimmen“. Detailplanungen wie Technik, Catering und Bühnenausstattung sollten zu aller erst mit späteren Hauptnutzern der Halle abgesprochen werden, argumentierte die Union.

Baustelle demnächst barrierefrei

Nachdem sich der Rat der Stadt Göttingen im Mai für die weitere Sanierung der Stadthalle ausgesprochen hat, wird nun der Bauzaun bis an die Straßenkante versetzt, die Arbeiter können mit der Einrichtung der Baustelle beginnen. Die Verkehrsführung an der Baustelle und am Albaniplatz wird nach Angaben der Stadtverwaltung so eingerichtet, dass alle Verkehrsteilnehmer sie „möglichst störungsfrei passieren können“.

Dabei soll es rund um die Baustelle auch barrierefrei werden. „Wer an der Stadthalle vorbei spaziert, wird indes von der eigentlichen Bauarbeit nicht viel mitbekommen, denn zunächst geht es drinnen weiter: Die Entkernung steht jetzt auf der Prioritätenliste ganz oben“, teilt Pressesprecher Dominik Kimyon mit. Ein aktualisierter Zeitplan soll in Kürze vorliegen.

Epperlein gab zu den Bauarbeiten eine kurze Vorschau. So stünde zunächst der Abriss der Pergola und die Entkernung der Halle an. Im Herbst folge dann unter anderem der Abriss der am Cheltenhampark gelegenen Südterrasse an. Besondere Vorkehrung gegen den Abrisslärm seien nicht vorgesehen, räumte Epperlein auf Anfrage ein. Die Verwaltung werde aber Kontakt mit der benachbarten Schule aufnehmen, sagte sie.

Von Britta Bielefeld und Michael Brakemeier

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