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Göttingen Stadtjugendring Göttingen: Testwahlen mit 3500 Schülern an 14 Schulen
Die Region Göttingen Stadtjugendring Göttingen: Testwahlen mit 3500 Schülern an 14 Schulen
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16:47 17.09.2013
Von Ulrich Schubert
Quelle: CR (Symbolbild)
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Göttingen

Während seiner GoeVote-Kampagne hatte der SJRG in den vergangenen Wochen in Schulen und auf anderen Veranstaltungen über die bevorstehende Bundestagswahl informiert. Dabei konnten die meist 15- bis 18-Jährigen auch ihre Stimme abgeben. Danach kam die SPD laut SJRG auf 31,11 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 28,98 Prozent. Für die Christdemokraten stimmten 23,99 Prozent der Schüler. Die kleineren Parteien spielen bei Jugendlichen kaum eine Rolle und würden nicht einmal die Fünf-Prozent-Hürde überspringen: An die Piraten gingen 4,77 Prozent der Stimmen, an die FDP 3,1 Prozent. Für weitere Gruppen nennt der SJRG keine Zahlen.

„Jugendlichen ist Politik nicht egal“

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„Jugendlichen ist Politik nicht egal“, kommentierte Florian Unger von SJRG-Vorstand ein weiteres Ergebnis: Mit 14,7 Prozent sei der Anteil der Nicht-Wähler deutlich geringer als bei richtigen Wahlen. Beteiligt waren die Berufsbildenden Schulen I, II und III, das Abendgymnasium, die Waldorfschule, Bonifatiusschule II, Heinrich-Heine-Schule, IGS-Geismar, Geschwister-Scholl-Gesamtschule und die Gymnasien Felix-Klein, Otto-Hahn, Theodor-Heuss, Max-Planck sowie Hainberg. Wie interessiert Jugendliche sind, zeigten sie auch während einer Abschlussveranstaltung am vergangenen Sonnabend unter dem Titel „Talk, Rock & Politics“. Etwa 400 Besucher fühlten Göttinger Bundestagskandidaten und anderen Parteivertretern mit kritischen Fragen auf den Zahn.

Bundesweite Juniorwahl

Unabhängig von den GoeVote-Ationen des Stadtjugendrings beteiligen sich bundesweit etwa 2000 Schulen an der Initiative Juniorwahl. Dazu gehört auch das Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium. In den vergangenen Wochen haben sich die Schüler aus den Jahrgängen acht bis elf im Politik- und Wirtschaftsunterricht mit der Bundestagswahl befasst. Gestern und heute konnten sie selbst unter fast realen Bedingungen wählen. Die Initiative will Schüler praxisnah an den Prozess demokratischer Willensbildung heranführen. Sie wird vom Bund, vielen Bundesländern und weiteren Partnern unterstützt. Weitere Infos im Internet auf juniorwahl.de.