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Göttingen Statistik der Barmer Ersatzkasse: Göttinger länger krank
Die Region Göttingen Statistik der Barmer Ersatzkasse: Göttinger länger krank
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17:07 17.09.2013
Von Matthias Heinzel
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Laut Barmer-Gesundheitsreport 2012 waren im vergangenen Jahr in Deutschland 55,0 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung, also mehr als die Hälfte, mindestens einmal wegen Erkrankung arbeitsunfähig gemeldet. Während eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung im Bund durchschnittlich 17,0 Tage dauerte, war in der Region Göttingen jeder Erwerbstätige, statistisch betrachtet, 17,7 Tage krank geschrieben.

Dieser Wert für Göttingen entspricht genau der Zahl des Jahres 2011. Für das Bundesgebiet ermittelte die Barmer für 2011 einen Wert von 16,7 Tagen. Für das Bundesland Niedersachsen verzeichnet die Statistik eine durchschnittliche Krankeitsdauer von 16,9 Tagen im Jahr 2012 und 16,8 Tage vorausgegangenen Jahr. Die Spannbreite der für das Jahr 2012 ermittelten durchschnittlichen Fehlzeiten reicht von 13,1 Tagen im Kreis Vechta bis zu 20,1 Tagen im Landkreis Hameln-Pyrmont.

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Meist über Bundesdurchschnitt

Auch bei den ärztlichen Hauptdiagnosen für Arbeitsunfähigkeit liegen die Göttinger, statistisch gesehen, meist über dem Bundesdurchschnitt. Erkrankungen des Atmungssystems wurden 6,6 Prozent häufiger diagnostiziert. Bei Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems lag die Bevölkerung von Stadt und Landkreis Göttingen 15,0 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Bei Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Umstände registrierten die Statistiker 7,0 Prozent mehr Erkrankungen als im bundesweiten Durchschnitt. Im Vergleich weniger Diagnosen (6,7 Prozent) gab es nur bei den psychischen und Verhaltensstörungen. Im Jahr 2011 waren es noch 3,4 Prozent mehr Krankschreibungen gewesen.

Barmer-Regionalgeschäftsführer Oliver Hinberg weist außerdem darauf hin, dass auch das Klima am Arbeitsplatz unterschiedliche Auswirkungen haben dürfte: „Höhere Krankenstände können Folge eines schlechten Betriebsklimas oder allgemein hoher Belastungen am Arbeitsplatz sein. Zählt man Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes als einen Aspekt des Betriebsklimas, kann ein negatives Betriebsklima jedoch auch zur Vermeidung von berechtigten Fehlzeiten führen.“