Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Streit um Neubaugebiet eskaliert
Die Region Göttingen Streit um Neubaugebiet eskaliert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 07.09.2011
Acker- statt Bauland: Thomas Matusche (r.) und Joachim Wilken (l.) übergeben Bürgermeister Rolf Tobien 300 Unterschriften. Quelle: CH
Anzeige
Dransfeld

CDU und Stadtverwaltung werfen sich mittlerweile Falschdarstellung und Diffamierung vor. Die Initiative verlangt, dass die Stadt zunächst eigene Flächen vermarktet und Leerstand verhindert. Die Stadt habe für viel Geld ein Stadtentwicklungskonzept erstellen lassen, dem sie folgen sollte, so Initiativen-Sprecher Thomas Matusche. Zurzeit seien bereits weit mehr als 400 Einwohner älter als 75 Jahre. Es sei davon auszugehen, dass in Dransfeld in den nächsten Jahren rund 150 Hausgrundstücke frei würden. Dem Argument, Dransfeld müsse interessante Grundstücke für Familien anbieten, sei zuzustimmen. Die Initiative ist bereit, gemeinsam mit Politik und Fachleuten in einer öffentlichen Arbeitsgruppe tragfähige Konzepte zu entwickeln.

Der Bauausschuss hatte sich bereits mit einem Antrag der Eigentümergemeinschaft in nichtöffentlicher Sitzung befasst. Als Folge eines Termins mit Landkreisvertretern gab die Verwaltung eine Bedarfsermittlung für Baulandnachfrage in Auftrag. Es habe keinen Auftrag zur Bedarfsermittlung gegeben, sondern nur zu einer baurechtlichen Prüfung, so CDU-Fraktionschef Jan-Thomas Geyer. Der Bürgermeister solle sich für seinen allgemeinen Stellvertreter Dirk Aue entschuldigen, der der Initiative „kein gutes Beispiel für Diskussionskultur“ vorgeworfen habe und damit diffamiere. Aue weist die Vorwürfe zurück. Es würden falsche Fakten verbreitet. Eine Bedarfsermittlung sei in jedem Fall nötig.

Anzeige

Da umliegende Gemeinden Bauland insbesondere für junge Familien anböten, sei es naheliegend, auch in Dransfeld Flächen vorzuhalten, erklärte die SPD-Stadtratsfraktion. Einigkeit herrsche im Rat darüber, dass zusätzliche Flächen aber nur dann ausgewiesen würden, wenn Bedarf bestehe. Dieser Bedarf werde derzeit von der Stadtverwaltung geprüft. Erst danach könne überhaupt erst eine Beratung erfolgen. Von der SPD-Fraktion könne es derzeit keine positive Haltung zum Antrag der Eigentümergemeinschaft geben, so Fraktionssprecher Carsten Rehbein. Dass der Antrag unter anderem von einem SPD-Ratsmitglied gestellt worden sei, beeinflusse keinesfalls Entscheidungen. Einer öffentlichen Diskussion werde sich die SPD nicht entziehen.

ft