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Göttingen Streit um Tempo 30 auf Hannoverscher Straße in Weende
Die Region Göttingen Streit um Tempo 30 auf Hannoverscher Straße in Weende
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20:25 20.08.2013
Von Jörn Barke
Quelle: Archiv (Symbolbild)
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Weende

Der Entwurf eines solchen Lärmaktionsplans ist nun für den Bereich Weende im Ortsrat diskutiert worden – und zwar kontrovers. Für Weende sind vor allem die Einführung von Tempo 50 (statt 60) im Bereich von Weender Landstraße und Hannoverscher Straße von der Berliner Straße bis hin zur großen Breite wichtig.

Außerdem wird längerfristig Tempo 30 auf der Hannoverschen Straße zwischen Großer Breite und Am Weendespring erwogen. Dies ging SPD und Grünen im Ortsrat jedoch nicht weit genug. Sie forderten in einem Änderungsantrag schon kurzfristig Tempo 30 zwischen Karl-Grüneklee-Straße und Am Weendespring einzuführen, zwischen Großer Breite und Karl-Grüneklee-Straße bestehe die Geschwindigkeitsbegrenzung ohnehin. Mittelfristig soll nach dem Antrag außerdem Tempo 30 für den Bereich zwischen Am Weendespring und Roter Berg geprüft werden.

Abschließend entscheidet der Stadtrat

Hans Otto Arnold (CDU) mochte sich allerdings überhaupt nicht mit Tempo 30 anfreunden. Er wies auf den erheblichen Einpendelverkehr hin. Tempo 30 werde nur zu mehr Schleichverkehr führen. Arnold sprach von einem „Lärmaktionismusplan“. Außerdem sei Deppoldshausen vermutlich im Hinblick auf geplante Windräder nicht als Ruhezone ausgewiesen.

Gegen die Stimmen der CDU-Vertreter nahm die Ortsrats-Mehrheit allerdings den Entwurf des Lärmaktionsplans an – mit den von SPD und Grünen eingebrachten Änderungen. Abschließend entscheidet jedoch der Stadtrat.

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