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Göttingen Strom: 493 Dächer für 18 000 Haushalte
Die Region Göttingen Strom: 493 Dächer für 18 000 Haushalte
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10:19 29.08.2011
Von Ulrich Schubert
Großflächig: Solaranlage des Felix-Klein-Gymnasiums.
Großflächig: Solaranlage des Felix-Klein-Gymnasiums. Quelle: CH
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Göttingen

In den Jahren 2009 und 2010 sei es gelungen, auf den Dächern der Stadt und der städtischen Gesellschaften weitere große Anlagen zu errichten. Zusammen mit vielen privaten Hausbesitzern und Unternehmen, die Fotovoltaikanlagen installierten, „konnte die durch Sonne erzeugte Stromleistung in Göttingen deutlich gesteigert werden“, so die Pressestelle der Stadt. „Wir können gemeinsam stolz auf diesen Erfolg sein. Das Ergebnis sollte uns zu weiteren Anstrengungen motivieren“, kommentiert Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) diese Entwicklung.

Nach der Bilanzaufstellung waren Ende vergangenen Jahres 450 Anlagen mit einer Leistung von 7000 kWp im Stadtgebiet installiert, davon ein gutes Drittel auf den Dächern der Stadt. KWp steht für Kilowatt-Peak und beschreibt die optimale Leistung (Spitzenleistung) einer Solaranlage unter bestimmten ortsabhängigen Werten. Mit allen Anlagen auf den Dächern Göttingens werde eine Stromerzeugung von durchschnittlich 6,3 Millionen Kilowattstunden im Jahr erreicht, so die Pressestelle. Das entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von 1800 Haushalten.

Die Tabellen der kommunalen Spitzenverbände zeigen auch, dass die Anzahl der Anlagen seit 2001 kontinuierlich steigt. Vor zehn Jahren waren es gerade 40 auf privaten und sechs auf städtischen Dächern wie Schulen. 2006 waren es bereits 139 beziehungsweise 21 Anlagen. Und im vergangenen Jahr hatten Privatinvestoren 450 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4293 kWp installiert. 43 Anlagen auf kommunalen Gebäuden erreichten 2452 kWp. Sie leisten mehr, weil sie auf den Dächern größer Gebäude oft deutlich größer sind als Anlagen auf einem Privathaus.

Neuer Fachdienst und lokales Internetportal

Die Stadt Göttingen setzt immer deutlicher Schwerpunkte im Klimaschutz. Auf ihren Dächern gibt es schon etliche Solar- und Fotovoltaikanlagen und in öffentlichen Gebäuden Blockheizkraftwerke. Und immer mehr Gebäude werden aufwendig energetisch saniert. Jetzt bündelt sie in der Verwaltung alle Fachkräfte aus dem Bereich Klimaschutz in einem neuen Fachdienst. Und sie ist als erste deutsche Kommune mit einem eigenen Klimaschutzportal online gegangen.

Die Internetseite klimaschutz.goettingen.de ist ein Info-Pool mit starkem Lokalbezug. Dort stellen sich Initiativen vor. Es gibt viele Hinweise und Hilfen für Bereiche wie Bauen, Verkehr und Einkaufen. Partner sind die Uni Göttingen und die Stadtwerke. Im neuen Fachdienst Klimaschutz und Energie sind elf Mitarbeiter aus dem bisherigen Energiereferat des Oberbürgermeisters und der Gebäudetechnik vereint. Er wird von der Energiereferentin Dinah Epperlein geleitet.