Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Stromtrasse als Erdkabel: Versammlung in Groß Ellershausen mit 120 Zuhörern
Die Region Göttingen Stromtrasse als Erdkabel: Versammlung in Groß Ellershausen mit 120 Zuhörern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:51 14.03.2013
Von Michael Brakemeier
Großes Interesse: Bürgerversammlung in Groß Ellershausen zur geplanten Starkstromtrasse.
Großes Interesse: Bürgerversammlung in Groß Ellershausen zur geplanten Starkstromtrasse. Quelle: Vetter
Anzeige
Groß Ellershausen

Tennet-Projektleiter Jens Siegmann erklärte, dass derzeit ein weiterer Trassenverlauf geprüft werden, der weiter von den Orten entfernt verläuft und auch eine Querung von Groß Ellershausen und Hetjershausen vermeidet. Siegmann betonte, dass es sich bei dem geplanten Göttinger Erdkabel um ein Pilotprojekt handelt. Damit wolle man Erfahrungen für ähnliche Projekte sammeln.

Gerade diese Aussage sorgte im Publikum für Empörung. „Das ist ein Versuch an uns Menschen. Das ist ethisch mehr als zweifelhaft“, sagte Anita Schmidt-Jochheim, Sprecherin der Bürgerinitiative Gegenwind.

Gleichstrimtechnik statt Wechselstromtechnik

Bedenken gegenüber der Forderung der Bürgerinitiative „Elektrosmog. Nein danke“, die für die Trasse geplante Wechselstromtechnik durch Gleichstrimtechnik zu ersetzen, weil letztere vermeintlich weniger gesundheitsgefährdend ist, äußerte Peter Neitzke, Leiter des Ecolog-Instituts für sozial-ökologische Forschung und Bildung. Es gebe zu wenig Studien dazu, um eine Ungefährlichkeit auszuschließen. Er forderte, strengere Grenzwerte und größtmögliche Abstände zur Wohnbebauung.

Beide Bürgerinitiativen befürchten massive Gesundheitsschäden durch magnetische Felder, die von der Leitung ausgehen. Landwirte sorgen sich um mögliche Ernte- und Wertverluste für ihre Böden.

Mehr zum Thema

Die Diskussion um die geplante 380-Kilovolt-Starkstromleitung geht weiter. Die Freien Wähler in Göttingen und die Bürgerinitiative „Elektro-smog. Nein, danke“ lehnen die aktuellen Planungen, die Trasse auf Göttinger Stadtgebiet unterirdisch zu verlegen strikt ab.

Michael Brakemeier 15.03.2013

Zur Gründung einer Bürgerinitiative (BI) gegen den Bau der 380-Kilovolt-Stromtrasse Gladebeck-Asche ruft der Ortsbürgermeister von Gladebeck, Michael Selke (Bürgerliste), auf. Die Initiative soll sich laut Selke für den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier einsetzen.

07.03.2013

Der Netzbetreiber Tennet will die 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung jetzt nicht an der Autobahn, sondern an den westlichen Dörfern Göttingens entlang führen. Nicht nur in Groß Ellershausen und Hetjershausen, sondern auch in Elliehausen stößt das Vorhaben auf Protest.

Gerald Kräft 25.02.2013