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Göttingen Studentenwerk will Wohnheime verkaufen
Die Region Göttingen Studentenwerk will Wohnheime verkaufen
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08:35 08.01.2019
Die Bewohner des Wohnheims Rote Straße wünschen sich die Selbstverwaltung. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Nach Tageblatt-Informationen handelt es sich dabei um das Haus Bürgerstraße 50a und möglicherweise die Wohnheime in der Roten Straße. Bislang hatte das Studentenwerk nur von einem solchen Projekt gesprochen und darauf hingewiesen, dass sich derartige Veräußerungspläne nur auf kleinere Wohnheime bezögen.

Diejenigen Wohnheime, über deren Verkauf derzeit nachgedacht wird, benennt der Betreiber derzeit nicht: Weitere Informationen will das Studentenwerk derzeit nicht preisgeben, da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Studentenwerk für Vertraulichkeit

Studentenwerks-Geschäftsführer Prof. Jörg Magull am Montag: „Aus den Monaten der Verhandlungen über den Hausverkauf Goßlerstraße 17/17a haben wir die Erfahrung mitgenommen, dass Vertraulichkeit wesentlich zu einem gelungenen Abschluss beiträgt, und so halten wir es auch in allen zukünftigen Fällen.“ Allerdings könne sich das Studentenwerk „ähnliche Modelle für kleine Wohnheime mit schon jetzt sehr stark selbst organisierten Wohnformen ebenfalls vorstellen“.

In zwei Fällen werde derzeit verhandelt. Das sind wahrscheinlich die Wohnheime Rote Straße 1-5/Burgstraße 52 und das Einzelhaus Bürgerstraße 50a neben der Bonifatius-Grundschule.

Bürgerstraße 50a Quelle: Christina Hinzmann / GT

 

Beide Gebäude sind sanierungsbedürftig. Die Rote Straße bietet gut 60 Mietern Platz, im Haus Bürgerstraße gibt es zehn Wohneinheiten. Das Wohnheim Rote Straße soll in diesem Jahr für geschätzt etwa 5,5 Millionen Euro saniert werden. Für die im Jahr 1775 errichteten Gebäude sind über einen Zeitraum von zweieinhalb bis drei Jahren drei Bauabschnitte geplant, erklärt das Studentenwerk. Die Bauarbeiten sollen im April beginnen.

Weiter Streit

Unterdessen schwelt der Streit zwischen dem Studentenwerk und den Mietern in der Roten Straße weiter. Erst kürzlich legte das Studentenwerk Entwürfe für neue Mietverträge vor. Die Mieter jedoch lehnten ab. Sie beklagten insbesondere eine in den Vertragsentwürfen angekündigte Mieterhöhung um 160 Prozent und einer anschließenden Staffelmiete mit regelmäßig steigenden Mieten. Die Häuser seien bislang eine der letzten verbliebenen Inseln mit bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt.

Sollten die Verhandlungen über die Zukunft der beiden Wohnheime zum Erfolg führen, würde das Studentenwerk dem Modell des Verkaufs des Wohnheims Goßlerstraße 17/17a folgen. Anfang Dezember veräußerte das Studentenwerk das Wohnheim an den studentischen Verein zur Förderung von Bildung, Kultur und studentischem Leben. Der Verein versteht sich nicht nur als Kulturförderer, sondern auch als Interessenvereinigung der Bewohner und tritt nun als Vermieter auf. Ferner zeichnet er für die auch dort anstehenden umfassenden Sanierungen als Verantwortlicher.

Von Matthias Heinzel

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