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Göttingen Trailer-Dreh: Göttinger träumt vom großen Hollywood-Film
Die Region Göttingen Trailer-Dreh: Göttinger träumt vom großen Hollywood-Film
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00:20 29.05.2019
Vorbereitungen für den Stunt: Das Team von action&more mit Schenk (2.v.r.) und Regisseur Larry A. Burns Jr. (r.). Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Einen Spielfilm in Hollywood drehen: Das ist der große Traum von Christian Schenk. Der 46-jährige Göttinger hat sich für die Realisierung seines Traums internationale Unterstützung geholt. Larry A Burns jr, Filmproduzent aus den USA und Stuntleute der Medienakademie Thüringen drehten unter anderem am Sonnabend auf einem Hof an der Felix-Klein-Straße einen Film-Trailer.

Der Traum vom großen Hollywood-Kino

Es soll ein großer Kinofilm werden, das Drehbuch stammt von Schenk. „Es geht um Verschwörungstheorien, krankmachende Nanopartikel im Trinkwasser und eine Regierung“ erklärt Schenk. Der Göttinger betreibt im Hauptberuf eine Gebäudemanagement-Firma. Gedreht wird dort, wo er wohnt, auch seine Frau spielt eine Rolle in dem Film. Natürlich ist der Ort der Handlung später „irgendwo in Hollywood“ und nicht ein Eckgrundstück in der Göttinger Südstadt.

500 Kartons wirken wie ein Airbag

Unter dem Balkon von Schenks Appartement türmt Günter Bläske von der Thüringer Berufsfachschule bereits Kartons auf. „Es sind etwa 500 Stück“, erklärt der Mann aus Meuselwitz. Eigentlich so Schenk, war geplant, dass Stuntfrau Simone vom Action-&-more-Team aus dem dritten Stockwerk des Wohnhauses in der gediegenen Göttinger Südstadt auf ein Luftkissen springt. „Das Luftkissen war aber zu groß für den Platz hier im Garten“, sagt Schenk. Nun werden also 500 Pappkartons zu einem Luftkissen aufgestapelt. „Das ist schon eine spezielle Stapeltechnik, damit es hinterher auch klappt“, erklärt Schulleiter Bläske. „Das funktioniert dann wie ein Airbag“, sagt er. Und, wie bei einem Airbag, funktioniert es auch nur einmal, dann sind die Pappen platt.

Ally McBeal und Bandits!

Mit dem Trailer, der unter den Augen von Burns gedreht wird, will sich Schenk im Sommer in Hollywood präsentieren. Er hat familiäre Wurzeln in den USA, ging dort einige Jahre zur Schule. Burns lernte er auf der deutschen US-Airbase in Ramstein kennen. Der Filmproduzent ist nach eigenen Angaben seit 20 Jahren im Geschäft. Er war Produktionsassistent bei Password: Swordfish, arbeite an Ally-McBeal-Folgen mit und war Koordinator in dem Film Banditen! (mit Bruce Willis und Cate Blanchet).

Nächster Dreh bei Café Hemer

Auf dem Hof wird nur ein Teil des Trailers gedreht. „Am Sonntag sind wir dann zum Dreh am Café Hemer“, sagt Schenk. „Vielleicht wundern sich ein paar Leute, wenn dort geschossen wird“, so der Göttinger. Auch die Nachbarn an der Felix-Klein-Straße schauen neugierig zu und wundern sich über 500 Kartons, Kameras, Menschen in Tarnklamotten und Schüssen auf der anderen Seite des Zauns.

Schließlich wird für die Szene ja das Appartement gestürmt. „Einer fliegt dann halt vom Balkon“, sagt Schenk. Der sei ja von der Regierung gejagt worden. Das Logo seiner „Alliance legacy international“ hat Schenk auch selbst entworfen.

Der Film, den er über Crowdfunding finanzieren will, soll einmal „Jack Spring: welcome to my world“ heißen. Willkommen in der Welt des Jack Spring. Auch für die Besetzung der Hauptrolle hat Schenk einen Traum: Leonardo DiCaprio.

Von Britta Bielefeld