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Göttingen Suche nach dem Verlauf der inneren Stadtmauer
Die Region Göttingen Suche nach dem Verlauf der inneren Stadtmauer
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19:35 29.07.2009
Kurze Straße: Stadtarchäologin Betty Arndt und Zivildienstleistende dokumentieren die Fundamente der Mauer.
Kurze Straße: Stadtarchäologin Betty Arndt und Zivildienstleistende dokumentieren die Fundamente der Mauer. Quelle: Mischke
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Ein weiteres Puzzleteil, um den Verlauf der Befestigungsanlage, die einst rund um Göttingen verlief, zu rekonstruieren, hat die Göttinger Stadtarchäologie in der Kurzen Straße gefunden.

„Die innere Stadtmauer zog sich von der Turmstraße in Richtung Wochenmarkt, der genaue Verlauf ist aber noch unklar“, erklärt Stadtarchäologin Betty Arndt. In der Baustelle legen Zivildienstleistende derzeit „relativ massive Fundamente“ frei. Die alte Mauer besteht aus Kalksteinen, gemauert mit Mörtel. Und: „Der Befund ist nicht ganz eindeutig in der Ausrichtung, die wir erwartet haben“, so Arndt weiter. „Es sieht so aus, als wären dort eventuell Anbauten gewesen.“ Möglicherweise habe an der Kurzen Straße, dort wo heute die Fußgängerzone endet, ein Wehr- und Wachturm gestanden. „Das wäre eine ideale Lage.“ Die Straße, die es auch damals schon gab, läuft direkt darauf zu. Die innere Stadtmauer war die erste Befestigungsanlage der Stadt Göttingen. Der Wall wurde erst im 14. Jahrhundert gebaut.

Die Arbeiten der Stadtarchäologie sind möglich geworden, weil die Kurze Straße wegen Kanalarbeiten aufgerissen werden musste. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte September abgeschlossen sein.

Von bib

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