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Göttingen Südniedersachsen: Arbeitslosenzahlen sinken leicht
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Südniedersachsen: Arbeitslosenzahlen sinken leicht

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12:47 31.03.2021
Agentur für Arbeit in Göttingen.
Agentur für Arbeit in Göttingen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Sinkende Arbeitslosenzahlen und eine leicht gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Februar: So fällt die Bilanz für den südniedersächsischen Arbeitsmarkt für den Monat März aus. Der Vergleich mit dem Vormonat zeige eine leichte Frühjahrsbelebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt, heißt es in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Göttingen.

Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat seien aber die Folgen der Corona-Pandemie spürbar: Hier liegen die aktuellen Arbeitslosenzahlen deutlich über den März-Werten 2020 und die Zahl der neu gemeldeten Stellenangebote liegt unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Konkret waren im März 14 609 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 449 weniger als im Februar (-3,0 Prozent), aber 1732 mehr als im Vorjahresmonat (13,5 Prozent). Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,0 Prozent, 0,7 Prozentpunkte über der März-Quote 2020.

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1080 neue Stellenangebote wurden im zurückliegenden Monat von Wirtschaft und Verwaltung bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das waren 54 mehr als im Februar (+5,3 Prozent), aber 264 (-19,6 Prozent) weniger als vor Jahresfrist. Allerdings erhöhe sich der Bestand an offenen Stellen stetig, so die Agentur für Arbeit. Aktuell seien 4433 regionale Arbeitsangebote bei der Arbeitsagentur gelistet, 201 (+4,7%) mehr als im Vorjahresmonat.

Kurzarbeit steigt wieder an

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat hätten nahezu alle Personengruppen am Arbeitsmarkt profitiert, ausgenommen die Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Klaus Voelcker, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Göttingen, erläutert diese Entwicklung wie folgt: „Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet, dass die Arbeitsuche länger als ein Jahr erfolglos war. Hierfür gibt es ein ganzes Bündel an Gründen, und nicht selten kommen mehrere Ursachen zusammen, die die Stellensuche erschweren.“

Neben gesundheitlichen Einschränkungen, Alter, oder ungenügenden Deutschkenntnissen seien dies in vielen Fällen auch fehlende oder überholte berufliche Qualifikationen. Daher sei das Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit für Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung, gerade in Krisenzeiten, meist höher als für gut qualifizierte Arbeitskräfte. Dies sei auch eine Erklärung dafür, dass binnen Jahresfrist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Bezirk um rund 30 Prozent auf rund 6 500 gestiegen ist.

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Endgültige Werte für die realisierte Kurzarbeit im Agenturbezirk liegen mittlerweile für den Monat September vor. Danach haben im Agenturbezirk Göttingen im August 1351 Betriebe von konjunktureller Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Von dieser beschäftigungssichernden Förderung profitierten 11 460 Beschäftigte. Im zweiten Lockdowns sind von Unternehmen erwartungsgemäß wieder mehr Anzeigen auf geplante Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit eingegangen, so dass die Zahlen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeit spätestens ab November wieder merklich steigen dürften.

Entwicklung in den Landkreisen

Im Landkreis Northeim beträgt die Arbeitslosenquote für den Monat März 5,8 Prozent und liegt damit 0,8 Prozentpunkte über dem Vergleichswert vom März 2020. Insgesamt waren hier im zurückliegenden Monat 4112 Menschen arbeitslos gemeldet, 118 weniger als im Februar (-2,8 Prozent), aber 613 mehr als vor Jahresfrist (+17,5 Prozent).

Im Landkreis Göttingen stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozentpunkte an und liegt nun bei 6,1 Prozent. Im zurückliegenden Monat waren hier 10 497 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 333 (3,1 Prozent). Im Vergleich zum März 2020 stieg die Zahl jedoch um 1119 (11,9 Prozent) an.

Von chb

31.03.2021
31.03.2021