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Göttingen Szültenbürger starten in Karnevalssaison
Die Region Göttingen Szültenbürger starten in Karnevalssaison
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20:47 21.11.2010
Singt mit Inbrunst als „Kölsche Jung“ das Prinzenlied: Harry Klein bei seinem Auftritt zum Karnevalsauftakt der Szültenbürger.
Singt mit Inbrunst als „Kölsche Jung“ das Prinzenlied: Harry Klein bei seinem Auftritt zum Karnevalsauftakt der Szültenbürger. Quelle: Heller
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Am Wochenende wurde nun die Proklamation vollzogen, und es war schwer zu entscheiden, wer nun eigentlich bewegter war: Prinz Jörg Joachim I. oder die Gratulanten der anderen Karnevalsvereine. Als Adjutant des Prinzen fungiert Christian Jung. Außerhalb der Clubs fanden kaum Gäste den Weg ins Bürger-Schützenhaus.

Prinz und Adjutant sahen einen Karnevalsauftakt mit viel Gardetanz, Ein- und Ausmärschen, einigen Gesangseinlagen und einen Auftritt der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr, über den sich der neue Prinz besonders freute. Bei den Gardetänzen zeigten unter anderem der Ballenhäuser Karnevalsclub, die Rheintreue Göttingen und der Lenglerner Karnevalsverein ihr Können. Bei der Prinzengarde der Szültenbürger tanzte sogar auch ein junger Mann mit.

Nach langen Jahren gab es mit Janina Koch und Jana Sehnke auch wieder ein Doppelmariechen der Szültenbürger. Trainiert werden die beiden – wie auch die Prinzengarde – von Sylke Wallbrecht, die auch eine Büttenrede hielt. Darin berichtete sie in Reimen, wie ein älteres Ehepaar, das eine Kreuzfahrt gewonnen hat, versucht, in der vornehmen Gesellschaft zurechtzukommen. Dabei gibt es allerlei Verwicklungen im Hinblick auf Esssitten. Und im Vorfeld geht die Frau noch einmal groß Klamotten kaufen, einschließlich Schmuck und Unterwäsche, während der Mann kurz gehalten wird.

Bei einer Tanzrunde im Saal gingen nur ein paar kleine Funkenmariechen auf die Tanzfläche. Ab und an wurde auch ein bisschen geschunkelt. Für Stimmung sorgte Reinhold Ostermann, der einige Lieder sang, unter anderem das Appelkornlied, in dessen Refrain es heißt: „Appelkorn, Appelkorn ist in, weil ich ja, weil ich ja so gern besoffen bin.“

Von Jörn Barke