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Göttingen „Lauf geht’s“: Auch die Trainer müssen trainieren
Die Region Göttingen „Lauf geht’s“: Auch die Trainer müssen trainieren
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21:31 05.03.2019
Tabata-Einheit: Dr. Wolfgang Feil (l.) bringt die Trainer ins Schwitzen. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

In sechs Monaten zum Halbmarathon: Die Tageblatt-Aktion „Lauf geht’s!“ macht Läufer verschiedener Leistungsstufen fit für den Halbmarathon im September in Kassel. Gemeinsame Vorbereitung, die richtige Ernährung, Beweglichkeit und Kraft – aus vielen Komponenten entsteht ein großes Ganzes, worauf sich die Teilnehmer ab dem kommenden Wochenende in ihren Laufgruppen vorbereiten.

Unterstützt und instruiert werden sie von Trainern, die Erfahrung im Ausdauersport mitbringen. Am Montagabend erhielten sie letzte Informationen und Anregungen für ihre Arbeit in den kommenden Monaten. Der Biologe und Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Feil, wissenschaftlicher Leiter des Programms, hat den Trainern noch einmal das Konzept erläutert und im Praxisteil verschiedene Übungen vorgestellt.

In diesem Jahr sind Walker dabei

„Alle waren mal Anfänger“, gab Feil den 18 anwesenden Trainern mit auf den Weg. Waren es im vergangenen Jahr verschiedene Leistungsstufen bei den Läufer (Anfänger/Fortgeschrittene), so ist in diesem Jahr eine weiter hinzugekommen: die Walker. „Hier versuchen wir eine Gruppe zu motivieren, die sonst nicht zum Sport gefunden hätte“, sagte er den Trainern. Kontinuierlich wird sich das Training steigern, Regenerationsphasen gehören dazu. Das Thema „Motivation“ nannte er ein Schlüsselthema. „Es liegt auch an Euch, die Teilnehmer dabei zu behalten und den Drop-Out-Anteil zu reduzieren, wenn es an die Steigerung der Laufzeiten geht“, gab er den Übungsleitern mit auf den Weg. „Haupt-Motivator seid ihr. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass alle Läufer so dankbar sind für jeden Tipp, den sie bekommen. Viele von ihnen hatten noch nie so hohe sportliche Ambitionen wie bei dieser Aktion.“

Feil erläuterte den Trainern den Aufbau einer Trainingswoche, zu der neben der Regeneration nach langen Läufen auch regelmäßig ein kurzes, intensives Tabata-Training zählt. „Erfahrungsgemäß lassen die Teilnehmer das gern mal weg“, berichtete er. Dabei sei es so einfach, dieses in den täglichen Zeitplan einzubinden. „Man kann ja morgens aufstehen, das Tabata-Training machen und dann duschen gehen“, schlug er vor. Diese Trainingsform ersetze einen Dauerlauf von 60 Minuten. „Aus der Erfahrung heraus empfehle ich, es morgens zu machen, dann wird der Stoffwechsel ordentlich angeregt“, empfahl er den Trainern, die bei den praktischen Tabata-Übungen, bei denen sich 20 Sekunden Maximalbelastung und zehn Sekunden Pause bei acht Wiederholungen immer abwechselten, ordentlich ins Schwitzen gerieten. Einige von ihnen zogen schnell ihre Langarm-Shirts aus. „Wir sind also die Trainer“, sagte eine der Übungsleiterinnen mit einem Augenzwinkern – angesichts ihrer schnaufenden Trainerkollegen um sich herum.

Mobilisation und Stabilisation

Weitere praktische Übungen stellte der Ernährungsexperte, der schon den Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno sowie die Fußball-Bundesligisten Schalke 04, Bayer Leverkusen und TSG Hoffenheim beraten hat und aktuell für Werder Bremen tätig ist, für den Bereich Mobilisation und Stabilisation vor. Damit beginnt in den kommenden Monaten jeder Lauftreff. Die 18 Übungen sollten nicht länger als eine Viertelstunde dauern. Feil riet den Trainern, alle Übungen selbst auszuprobieren und während der Lauftreffs die Teilnehmer genau zu beobachten und Hinweise auf Fehler zu geben. „Es erfordert natürlich Koordination, da könnte es sein, dass sich gerade die Anfänger schwer tun.“

Hauptaugenmerk richtete Feil an diesem Abend auf das Walking. „Walker werden oft belächelt, aber sie haben einen stolzen Gang. Dabei wird der gesamte Körper trainiert. Am Ende können schnelle Walker schneller sein als langsame Läufer“, erklärte er den Trainern, gab ihnen eine kurze Technikschulung und das gute Gefühl mit auf den Weg, für die ersten Treffen mit den ambitionierten Läufern am Wochenende gerüstet zu sein.

Von Kathrin Lienig

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