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Göttingen Tageblatt-Leser bemängeln Lichtausbeute neuer Straßenleuchten
Die Region Göttingen Tageblatt-Leser bemängeln Lichtausbeute neuer Straßenleuchten
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19:58 30.05.2013
Von Britta Eichner-Ramm
Licht im Vergleich: neue Leuchtenköpfe zum Beispiel in der Hermann-Hanker-Straße … Quelle: Heller
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Göttingen

Die kürzlich von der Stadt ausgewechselten neuen Straßenlaternen „sind nur noch Orientierungspunkte“, merkt sie beim Tageblatt-Lesertelefon an. „Da fühlt man sich als Frau schon unwohl.“

… und alte Pilzleuchten wie hier im Bereich Stumpfe Eiche.

Stadtsprecher Detlef Johannson bestätigt auf Anfrage ähnliche Beschwerden und Anfragen in der Stadtverwaltung – hauptsächlich zur „vergleichsweise ungleichmäßigeren Ausleuchtung des Straßenraums“. Die neuen Leuchten seien mit LED-Technik bestückt, erläutert Johannson. „Sie leuchten hauptsächlich nach unten gerichtet, allerdings mit einem breiten Kegel.“

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Eine Spiegeloptik bewirke, dass die Leuchten das Licht hauptsächlich auf die Straßen bringen. Das sei im Vergleich zu den bisherigen Beleuchtungsverhältnissen „natürlich gewöhnungsbedürftig“, so Johannson weiter. Auch würden die Randbereiche wie Vorgärten nicht mehr so stark beleuchtet wie vorher. „Da die Umgebung nicht mehr so hell angestrahlt wird, wird das Licht auf der Straße offensichtlich als dunkler empfunden, obwohl objektiv das Gegenteil der Fall ist“.

Dass Licht subjektiv wahrgenommen werde, meint auch Fuglsang. Immerhin empfinde er die neue Beleuchtung als „nicht mehr so hart wie die alte“, wenngleich der Leuchtkreis um ein bis zwei Meter kleiner sei als bisher. Er vermutet, dass das daran liege, dass die neuen Leuchten auf die bestehenden alten Pfosten aufgesetzt würden.

„Die jetzige Lösung“, räumt der Stadtsprecher ein, „hat allerdings tatsächlich das Problem, dass die Masten zu niedrig sind.“ Dadurch sei die Ausleuchtung längs der Straße nicht optimal. „Es würde andererseits sehr viel mehr Geld kosten, auch alle Masten zu erneuern“. Das sei nur bei Masten, die älter als 30 Jahre sind, vorgesehen.

Immerhin, Tageblatt-Leserin Jacobi hat Verständnis für den Kostenaspekt. „Wir knören auf hohem Niveau“, meint sie, immerhin werde anderswo das Licht nachts komplett abgeschaltet. Aber die 62-Jährige gibt zu bedenken: „Sparen muss sein, aber Sicherheit ist auch wichtig.“

Die Stadt lässt zurzeit alle Leuchten mit Quecksilberdampflampen durch die neuen LED-Lampen austauschen – laut Johannson in den Ortsteilen etwa zwei Drittel der Leuchten. 2012 wurde damit in Geismar (rund 75 Prozent sind bereits umgerüstet) und Groß Ellershausen (100 Prozent) begonnen, in diesem Jahr folgen Geismar und Grone (voraussichtlich bis Ende 2013 komplett), ab 2014 die kleineren Ortsteile.

Auch die Eon Mitte, in deren Eigentum sich die Straßenbeleuchtung in der Kernstadt (Stadtgebiet vor der Eingemeindung) befindet, saniere ihren Bestand in den nächsten Jahren, so Johannson. Die energetische Sanierung der Beleuchtung in Göttingen werde laut Stadtsprecher voraussichtlich bis 2017 dauern.

Die Stadt investiere insgesamt rund drei Millionen Euro. Aufgrund der etwa gleich großen Anzahl an Leuchten, könnten die Investitionskosten der Eon ähnlich hoch geschätzt werden. Sowohl Stadt als auch Eon verwenden das gleiche Leuchtenmodell.