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Göttingen Tanzprojekt „ANAR DANA“ in Göttingen
Die Region Göttingen Tanzprojekt „ANAR DANA“ in Göttingen
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17:00 06.09.2019
Teilnehmerinnen des Projekts „ANAR DANA“ tanzen einen assyrischen Tanz. Geleitet wird das Projekt von der erfahrenen Tanzpädagogin Helene Eriksen. Quelle: r
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Göttingen

Das Tanzprojekt „ANAR DANA“ befasst sich mit Tänzen aus anderen Ländern und Kulturen. Die international erfahrene Tanzpädagogin Helene Eriksen leitet das Projekt unter anderem in Seattle und San Francisco. Seit März unterrichtet sie auch Frauen in Göttingen. Die Teilnahme ist noch möglich.

Chaoui aus Algerien, Crihalma aus Rumänien, Uzundara aus Armenien oder auch klassische persische Tänze des 19. Jahrhunderts. Diese traditionellen Tänze stehen unter anderem auf dem Programm des Tanzprojekts „ANAR DANA“. Dabei lernen die Teilnehmerinnen nicht nur Techniken und Choreografien kennen, sondern analysieren zudem die Musik und befassen sich mit Kostümierung und Make-Up, essen gemeinsam und schauen Filme und Fotos an.

Seit 40 Jahren Tanzlehrerin

Das Projekt entstand vor 25 Jahren in Düsseldorf und befasst sich mit Tänzen aus den Regionen Nordafrika, Mittlerer Osten, Balkan, Anatolien, Kaukasus, Iran und Zentralasien. Geleitet wird es von Helene Eriksen. Sie ist Tanzethnologin, Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. Seit mittlerweile 40 Jahren unterrichtet sie Tanz. Eriksen initiierte weitere Projekte in nahezu allen Landesteilen, ehe ihre Arbeit internationaler wurde, sie Projekte in Frankreich, den Vereinigten Statten und Argentinien anbot. „In den 90er Jahren war ich auch in der Göttinger Kulturszene aktiv, habe viele Kurse, Workshops, Auftritte und Festivals organisiert“, berichtet sie. Nun kehrt sie in die Leinestadt zurück. Derzeit leitet sie zeitgleich zudem Projekte in Seattle und San Francisco.

„Das Projekt richtet sich an alle Frauen mit oder ohne Tanzerfahrung, die sich gerne mit anderen Kulturen, aber auch sich selbst auseinandersetzen möchten“, sagt Eriksen. Die Tänze kämen aus Ländern, die teilweise stark vom Islam geprägt sein. „Wir wissen, dass Europa seit Jahrzehnten mit einer Mischung aus Angst, Vorurteilen, aber auch romantischen Gefühlen auf die Menschen und Kulturen in diesen Gebieten schaut“, glaubt Eriksen. Sie wirft die Frage auf: „Wie können wir uns in Deutschland und dem Rest der Welt mit diesen Kulturen auf eine positive, ernsthafte und persönliche Art und Weise auseinandersetzen?“

Helene Eriksen, Leiterin des Tanzprojektes „ANAR DANA“. Quelle: r

Auseinandersetzung mit Kultur, Geschichte, Politik

Genau dies sei der Ansatz der „ANAR DANA“-Projekte, so Eriksen: „Wir erleben die Kulturen in unseren eigenen Körpern durch die Tänze. Wir setzen uns auseinander mit Kultur, Geschichte, Bräuchen, Trachten und Politik der Regionen, aus denen unsere Tänzen kommen.“

Das Projekt dauert ein- bis eineinhalb Jahre. An neun Wochenenden wird intensiv trainiert, ehe eine Präsentation der gelernten Tänze das Projekt abschließt. Ergänzt wird das Training durch sieben sogenannte Kulturabende. Dort wird sich mit den kulturellen und historischen Hintergründen der Tänze auseinandergesetzt. Zwei Wochenenden haben bereits in Göttingen stattgefunden.

Dennoch besteht für interessierte Frauen am Sonnabend, 21. September, noch eine Chance zur Teilnahme. An diesem Termin wird neben dem Training zudem der zweite Kulturabend stattfinden, der sich mit klassischem persischem Tanz und dem Herbstfest Mehregan befasst. Die Anmeldung ist online unter helene-eriksen.de möglich. Die Organisatoren bitten um eine Spende in Höhe von zehn Euro, um neue Kostüme für das Ensemble finanzieren zu können. Es nehmen nach Angaben der Tanzpädagogin bereits Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem Ausland teil.

„ANAR DANA“: Das sind die Termine

Beim Tanzprojekt „ANAR DANA“ wird an neun Wochenenden jeweils zwölf Stunden lang trainiert. Zwei Workshop-Wochenenden haben in Göttingen bereits stattgefunden. Nun steht das dritte an: Am Sonnabend, 21. September, besteht die letzte Chance, noch in das Projekt einzusteigen. Die weiteren Workshop-Wochenenden beginnen am 7. Dezember sowie im Jahr 2020 am 15. Februar, 4. April, 11. Juli, 26. September und 28. November. Abgerundet wird das Projekt am Wochenende 5. und 6. Dezember mit einer Präsentation der gelernten Tänze. Alle Informationen zur Anmeldung gibt es online unter helene-eriksen.de. fdo

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