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Göttingen So atmosphärisch war der zweite Göttinger Lichterlauf
Die Region Göttingen So atmosphärisch war der zweite Göttinger Lichterlauf
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19:51 21.10.2018
Gute Laune und entspannte Atmosphäre am Start des zweiten Göttinger Lichterlaufs. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

 Mehr Licht-Effekte, mehr Musik-Darbietungen, mehr Teilnehmer, mehr Zuschauer: Der zweite Göttinger Lichterlauf hat am Sonnabend die bereits als erfolgreich verbuchte Erstauflage aus dem Jahr 2017 in vielerlei Hinsicht in den Schatten gestellt.

Tausende Teilnehmer und Besucher haben den zweiten Göttinger Lichterlauf zu einem vollen Erfolg werden lassen – was auch in unserer Bildergalerie deutlich wird.

Vermutlich mehr als 6000 Teilnehmer und Zuschauer drehten am frühen Abend ihre Runden, um dadurch den Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen zu unterstützen, der das Wohltätigkeits-Event im vergangenen Jahr selbst aus der Taufe gehoben hatte. Die Idee dahinter: Der Lauf soll mit seinen Erlösen zur Finanzierung des Vereins beitragen – insbesondere für den Betrieb des Elternhauses am Papenberg. Der Verein müsse sich zu mehr als 50 Prozent selbst tragen, wie die Lichterlauf-Schirmherren Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU), beide Mitglied des Deutschen Bundestages, kurz vor dem Start auf der zentralen Bühne erläuterten. Auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) wies auf die Bedeutung der Einrichtung hin, die vielen Menschen in schwierigen Situationen Halt gebe. Animiert von Geburtstagskind Andreas Lindemeier und seinem Co-Moderator Dennie Klose sagten Oppermann und Güntzler spontan zu, mit dem FC Bundestag ein Benefiz-Fußballspiel gegen eine Göttinger Lokalauswahl auszurichten. Auf diese Weise soll ebenfalls Geld für das Elternhaus gesammelt werden.

Farbenfroh: Lichteffekte am Rande der Laufstrecke. Quelle: Niklas Richter

Feuerwehrleute und Football-Spieler in Montur

Am Sonnabend taten dies Tausende, indem sie eifrig ihre Runden um den Kiessee drehten und anschließend für jede absolvierte Runde einen Betrag ihrer Wahl im Spendenzelt abgaben. Dabei spielte es keine Rolle, ob jemand die Strecke laufend, walkend, gehend oder spazierend hinter sich brachte. Ohnehin hielten viele Teilnehmer immer wieder zwischendurch inne, um sich die teils spektakulären Lichtinstallationen von Steffen Mühl und seinen Mitarbeitern der Firma Lighthouse anzuschauen oder an der Strecke der Live-Musik zu lauschen, die an insgesamt elf Stationen in großer Vielfalt dargeboten wurde. Mehr als 200 Musiker waren diesmal dabei, dazu rund 150 freiwillige Helfer. Unter den Läufern, von denen sich viele auch selbst kreativ illuminierten, fanden sich beispielsweise Feuerwehrleute und Football-Spieler in voller Montur, Prominente und Leute von nebenan, Jugendliche und Rentner.

„Viel mehr Menschen als im vergangegen Jahr“

„Ich bin total zufrieden“, strahlte Dagmar Hildebrandt-Linne, Geschäftsführerin des Elternhilfe-Vereins, schon vor dem Start des Hauptlaufs um 18.30 Uhr. Zuvor hatten bereits etwa 400 Kinder im Alter von bis zu zehn Jahren einen eigenen Lauf mit verkürzter Strecke hinter sich gebracht. „Es dürften insgesamt sehr viel mehr Menschen hier sein als im vergangenen Jahr“, schätzte sie vorsichtig. 2017 waren bereits deutlich mehr als 4000 Teilnehmer und Zuschauer dabei; in gut zwei Stunden kamen damals beachtliche 36 000 Euro zusammen. Wie hoch die Spendenbereitschaft diesmal war, stand am Sonnabend allerdings noch nicht fest. „Wir werden uns am Montag treffen und dann auch zählen, wie viel Geld diesmal erlaufen wurde“, erklärte Otfried Gericke, zweiter Vorsitzender des Elternhilfe-Vereins. Den Startschuss gaben neben Oppermann, Güntzler und Köhler diesmal Dreispringerin Neele Eckhardt und Gänseliesel Sophia Armonies.

Rücksicht und die gute Sache im Vordergrund

Organisatorisch, so Hildebrandt-Linne, habe man einiges aus dem ersten Lichterlauf gelernt und in diesem Jahr verbessert. So sei etwa der Start des Kinderlaufs in einen anderen Bereich verlegt worden, damit ankommende Besucher und Läufer sich nicht gegenseitig stören. Überhaupt fiel beim Rundgang um den Kiessee auf, dass die Menschen auch ohne Regel-Vorgaben seitens der Veranstalter sehr viel Rücksicht aufeinander nahmen: Langsamere wurden einfach mit einem Lächeln umkurvt, auf Walking-Stöcke wurde größtenteils verzichtet, und bei kleineren Ansammlungen warteten die meisten einfach geduldig ab. Offenbar nahmen sich die Lichterlauf-Teilnehmer die Worte von Moderator Lindemeier zu Herzen: „Wir haben hier heute keinen Wettbewerb, es geht nicht um Zeiten – sondern einzig um die gute Sache.“

Unterstützung auch durch Gruppen und Vereine

Nicht nur Privatpersonen, sondern auch verschiedene Gruppen, Vereine und Initiativen haben den Lichterlauf und seinen Spendenzweck unterstützt – beispielsweise 20 Mitglieder des Vereins VSSG Sudershausen. „Es war eine wunderbare Veranstaltung mit guter Stimmung, wunderschönen Lichteffekten und toller musikalischer Begleitung auf der Strecke“, ließen sie anschließend gemeinsam verlauten. Die 20 Starter des Vereins umrundeten den Kiessee insgesamt 65 Mal. Dabei trat die VSSG selbst als „Hauptsponsor“ auf und unterstützte die Laufgruppe mit 200 Euro für das Elternhaus. Hinzu kamen weitere Spendengelder, welche die Starter selbst bei Bekannten und Verwandten eingeworben hatten. Auf solche oder ähnliche Weise trugen auch weitere Gruppen zum Gelingen des Lichterlaufs bei.

Mitglieder der VSSG Sudershausen beim Lichterlauf. Quelle: r

Von Markus Riese

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