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Göttingen Tempo-30-Schilder seit 18 Monaten überklebt
Die Region Göttingen Tempo-30-Schilder seit 18 Monaten überklebt
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14:03 25.05.2016
Von Ulrich Schubert
Die CDU kritisiert die „ideologisch“ motivierte Lärmschutzkampagne.
Die CDU kritisiert die „ideologisch“ motivierte Lärmschutzkampagne. Quelle: HW
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Göttingen

Im November 2014 hatte die Stadt zunächst auf acht Straßen für die Nachtstunden ab 22 Uhr eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet, um den Lärm für die Anwohner zu reduzieren. Noch vor dem Start musste die Verwaltung die Tempo-30-Schilder an der Reinhäuser Landstraße überkleben. Das Landesverkehrsministerium hatte Bedenken, weil die Straße eine Bundesstraße und zudem eine ausgewiesene Umleitung bei Staus auf der Autobahn 7 ist. Zudem seien zunächst nur hochgerechnete Verkehrszahlen früherer Messungen nicht ausreichend für eine Genehmigung. Die hat die Stadt inzwischen nachgeliefert – und das Ministerium erneut Bedenken geäußert.

Eine Entscheidung allerdings stehe nach wie vor aus, bestätigte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Das aber zeige nur, „dass man es in Hannover mit dem Thema nicht leicht macht“. Unabhängig davon beobachte die Verwaltung, dass die Tempobegrenzung in der Nacht an den anderen Göttinger Hauptstraßen überwiegend beachtet werden.

Die CDU wertete das Konzept zur Lärmreduzierung an Hauptverkehrsstraßen Richtung Innenstadt in einer Mitteilung als „ideologisch begründetes Ausbremsen von Autofahrern aus dem Umland“ von SPD und Grünen im Rat. In jedem Einzelfall müsse auch geprüft werden, wie sinnvoll Schilder für die Verkehrssicherheit seien. An der Reinhäuser Landstraße bewirkten sie das Gegenteil: Überklebte Schilder würden Fahrer ablenken.