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Göttingen Teuer für Gemeinden, teuer für Autofahrer
Die Region Göttingen Teuer für Gemeinden, teuer für Autofahrer
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20:23 25.01.2011
Von Matthias Heinzel
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Experten sprechen mittlerweile von etwa acht Milliarden Euro. Aber damit nicht genug: Die Kosten für Schäden, die durch Schlaglöcher am Auto entstehen – an Radaufhängung, Reifen, Felgen, Auspuff und anderen Teilen – zahlt der Autofahrer in der Regel selbst, erklärt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS).

Laut KS sei eine Klage gegen die Gemeinde wegen eines Schlagloch-Schadens selten erfolgreich. Die sei zwar für den Zustand der Fahrbahnen verantwortlich, aber: „Sie kann diese Verantwortung ziemlich einfach dadurch erfüllen, dass sie Warnschilder aufstellt oder die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt.“ Lasse sich jedoch beweisen, dass es keine Warnung gab, könne eine Klage erfolgreich sein.

Eine Vollkasko-Versicherung jedoch deckt Schlagloch-Schäden meist ab, erklärt der KS, aber: Damit verbunden ist eine Rückstufung in eine höhere Beitragsklasse. Das sollte man abhängig von der Höhe des Schadens abwägen, bevor man ihn der Kaskoversicherung meldet.

Grundsätzlich rät der Automobilclub Kraftfahrerschutz zu vorsichtiger Fahrweise. Besonders wird hervorgehoben: „Vorsicht auch bei Pfützen.“ Denn Gerichte hätten wiederholt entschieden, dass der Autofahrer in einer Pfütze immer mit einem Schlagloch rechnen und für den Schaden am Auto selbst haften muss.