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Göttingen Thomas Buergenthal spendet an die Göttinger Stadtbibliothek
Die Region Göttingen Thomas Buergenthal spendet an die Göttinger Stadtbibliothek
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16:06 25.04.2020
Edith-Stein-Preis: Thomas Buergenthal spendet das Preisgeld an Stadtbibliothek Göttingen. Von links: Marion Überschaer, Marlies Schügl, Heiner J. Willen, Elke Lahmann und Petra Broistedt. Quelle: Stadt Göttingen
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Göttingen

Der US-amerikanische Holocaust-Überlebende und Träger des Edith-Stein-Preises 2019, Thomas Buergenthal, hat sein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro dem Förder- und Freundeskreis der Stadtbibliothek Göttingen gespendet. Das Geld soll unter anderem für den Bestandsausbau der fremdsprachigen Literatur der Bibliothek verwendet werden, wie die Stadt Göttingen am Sonnabend mitteilte. 2008 wurde das Gebäude, in dem die Stadtbibliothek untergebracht ist, nach Buergenthal benannt.

Der 1934 geborene Buergenthal ist der vermutlich jüngste Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz. Dorthin sei er im August 1944 mit seinen Eltern deportiert worden, hieß es. Er überlebte im Alter von zehn Jahren den Marsch durch klirrende Winterkälte ins Konzentrationslager Sachsenhausen, verlor dabei Vater, Großeltern sowie Tante und Onkel. Seine Geschichte erzählt Buergenthal in seiner Autobiografie „Ein Glückskind. Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein zweites Leben fand.“

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Buergenthal erhält Preis für seinen Einsatz

Nach seiner Schulzeit in Göttingen wanderte Buergenthal in die USA aus und wurde Jurist. Im Zentrum seiner Arbeit als Professor, Mitglied einer Wahrheitskommission, Richter und Autor standen und stehen die Menschenrechte, hieß es weiter. Für diesen Einsatz erhielt er im vergangenen Jahr den Edith-Stein-Preis.

Der alle zwei Jahre vergebene Preis erinnert an das Wirken der Philosophin und Frauenrechtlerin Edith Stein (1891-1942), die von 1913 bis 1916 in Göttingen lebte, vom Judentum zum Katholizismus konvertierte und in Auschwitz ermordet wurde. In der katholischen Kirche wird sie als Märtyrin verehrt und in der evangelischen Kirche als Glaubenszeugin geachtet. Papst Johannes Paul II. sprach sie 1998 heilig. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten, Initiativen oder Institutionen gewürdigt, die sich durch soziales, politischen und gesellschaftlichen Engagement besonders ausgezeichnet haben.

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Von epd

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