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Göttingen Thomas Oppermann besucht Leseclub in der Neuen IGS
Die Region Göttingen Thomas Oppermann besucht Leseclub in der Neuen IGS
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18:25 07.01.2019
Schüler und Betreuer der Leseclub in der Neuen IGS haben Thomas Oppermann (4.v.r.) in ihren Räumlichkeiten begrüßt. Quelle: lel
Göttingen

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann hat die Neue Integrierte Gesamtschule (Neue IGS) besucht. Die Sechstklässler Sarah und Aman führten Oppermann durch die Schule und zeigten ihm, wie das noch recht neue Schulkonzept umgesetzt wird. Die Schüler der Neuen IGS haben jede Woche einen Projekttag, meist dauern Projekte sechs Wochen und werden von Lehrern und Schülern gemeinsam entwickelt.

„Wir haben viele Kooperationen, zuletzt war das Stadtradio unser Partner“, sagt Schulleiter Lars Humrich. Die Schüler entwickelten ein Hörspiel und einzelne Beiträge, sodass am Ende eine ganze Sendung ausgestrahlt werden konnte. Solche Projekte ergänzen das Schulangebot genau wie der Bereich „Forschen und Üben“, für den es einen eigenen Raum gibt. „Zuletzt wurde beispielsweise ein Staubsauger aus Plastikflaschen nachgebaut“, erzählt Humrich.

Sarah (2.v.l.) und Aman (2.v.r.) zeigten Thomas Oppermann auch die Boulderwand im Freizeitraum. Quelle: lel

„Eine ganz eigene neue Schule“

„Das ist wirklich eine ganz eigene neue Schule“, sagt Oppermann, als ihm Unterrichtskonzept und Freiräume der Schüler erläutert werden. Ob die Eltern zufrieden seien, fragt er. „Man merkt, dass noch viel im Aufbau ist und manches chaotisch läuft“, sagt Elternvertreterin Melinda Evellei. „Aber die Lehrer sind außergewöhnlich hoch motiviert. Es sieht alles sehr gut aus soweit“, sagt sie.

Zu Besuch im Leseclub wird der Politiker von Schülern nach seinen Lieblingsbüchern gefragt. „Als Kind habe ich gern Karl May gelesen und später die Schatzinsel und Buddenbrooks – heute hält sich die Zeit zum Lesen in Grenzen, aber wenn, dann lese ich gern Romane und Krimis“, erzählt Oppermann den Schülern, die sich einmal wöchentlich für 90 Minuten im Leseclub treffen.

Lehramtsstudenten betreuen Leseclubs

Lehramtsstudenten der Uni Göttingen betreuen zwei zehnköpfige Gruppen von Schülern zwischen 6 und 13 Jahren. Die Initiatorin des Projekts, Cornelie Hildebrandt, ist mit ihrem Hund Anton zugegen. „Vier Jahre habe ich den Leseclub organisiert, vor über einem Jahr habe ich an einen Studenten übergeben“, sagt Hildebrandt.

Marcel André Abraham studiert Geschichte und Englisch auf Lehramt – und ergriff die Chance, um etwas Praxiserfahrung zu sammeln. „In den Leseclub kann man die eigene Kompetenz testen und praktisch mit Schülern arbeiten – außerdem macht es Spaß“, sagt er.

Marcel André Abraham erklärt mit Cornelie Hildebrandt, Kai Willing und Simon Oberdörfer (v.l.) das Konzept des Leseclubs. Quelle: lel

Stiftung Lesen finanziert

Oppermann sitzt selbst im Kuratorium der Stiftung Lesen, die Leseclubs wie diesen finanziert. Daher interessiert ihn brennend, wie die Studenten Kinder zum Lesen animieren. „Jede Woche wird ein Buch vorgestellt von Schülern. Wichtig ist dabei, dass auch persönliche Momente einfließen sollen neben der Darstellung von Hauptcharakteren und der Geschichte“, sagt Hildebrandt. So käme es zu einer echten Auseinandersetzung mit dem Buch.

Die drei Studenten zeigten praktisch auf, mit welchen Formen sie arbeiten. Oppermann ist begeistert, als Schüler ihre Lieblingsbücher präsentieren, mit allen Anwesenden eine selbsterfundene „Black Story“ spielen und eine selbstgeschriebene Tiergeschichte vortragen.

„Eine tolle Schule, in der viel gemacht wird, was woanders gar nicht stattfindet“ – so lautet das Fazit des Bundestagsvizepräsidents zur Neuen IGS.

Von Lea Lang

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