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Göttingen Thomas Südhof aus Göttingen erhält Nobelpreis für Medizin
Die Region Göttingen Thomas Südhof aus Göttingen erhält Nobelpreis für Medizin
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17:49 08.10.2013
Richard H. Scheller, Professor Thomas Südhof und Professor James E. Rothman bekommen den Kavli Preis von Norwegens König Harald. Quelle: dpa / Archiv
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Stockholm

Thomas Südhof erhält den Nobelpreis für Medizin. Der 57-Jährige lebt und forscht seit 30 Jahren in den USA. Der Biochemiker wird gemeinsam mit James Rothman und Randy Schekman ausgezeichnet, wie die Nobelversammlung am Karolinska-Institut in Stockholm am Montag bekanntgab.

Damit wird ihre Entdeckung eines Mechanismus gewürdigt, der den sogenannten Vesikeltransport - ein wichtiges Transportsystem in den menschlichen Zellen - reguliert. Südhof verbrachte seine Kindheit in Göttingen und Hannover.

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Er studierte zunächst in Aachen Medizin und wechselte dann nach Göttingen, wo er am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie arbeitete. Das geht aus einer Autobiografie Südhofs hervor, die 2010 anlässlich der Verleihung des norwegischen Kavli-Preises für Neurowissenschaften veröffentlicht wurde.

Sein Doktorvater Victor P. Whittaker, geboren am 11 Juni 1919 in Ainsdale, Southport (England), leistete Pionierarbeitet in den Studien über die subzelluläre Fraktionierung des Gehirns, das Isolieren von Synaptosomen und synaptischen Vesikeln aus Säugetier-Gehirnen.

Von 1973 bis 1987 war er Direktor und Leiter der Abteilung für Neurochemie am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Als emeritierter Professor setzte Victor P. Whittaker seine Forschung zunächst am Max-Planck-Institut fort und später an der Universität Mainz in der Medizinischen Fakultät, bevor er nach Cambridge zurückkehrte, wo er bereits von 1959 bis 1966 als wissenschaftlicher Leiter am Landwirtschaftlichen Forschungsinstitut für Tierphysiologie (Agricultural Research Council Institute of Animal Physiology) arbeitete.

Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist mit umgerechnet 920 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie-Nobelpreises benannt. Die feierliche Überreichung findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

dpa/lni/pto

Dieser Artikel wurde aktualisiert.