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Göttingen Frau in Göttingen auf offener Straße getötet – Täter auf der Flucht
Die Region Göttingen Frau in Göttingen auf offener Straße getötet – Täter auf der Flucht
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00:34 28.09.2019
Die Polizei hat den möglichen Tatort abgesperrt. Die Spurensicherung ermittelt im Umfeld der Leiche. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Eine 44-jährige Frau ist am Donnerstagmittag im Göttinger Ortsteil Grone auf offener Straße getötet worden. Der Tatverdächtige befindet sich derzeit auf der Flucht, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Nach ihm wird gefahndet. Der 52 Jahre alte Frank N. aus Göttingen ist nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dringend tatverdächtig. Er soll bewaffnet sein.

Das Tötungsdelikt hatte sich nach Angaben von Kaatz gegen 13 Uhr an der Straße Zollstock in Grone zugetragen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei gerieten eine Frau und ein Mann auf der Straße in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe der Mann die Frau angegriffen und tödlich verletzt. Zur Tatwaffe könne die Polizei noch keine Angaben machen.

Bei dem Geschehen soll zumindest eine weitere Frau schwer verletzt worden sein. Wie es dazu genau kam, ist noch unklar.

Polizei veröffentlicht Foto und Täterbeschreibung

Nach aktuellen Erkenntnissen ist der Gesuchte circa 1,80 m groß, schlank, und hat kurzes, dunkles Haar mit Geheimratsecken. Er trägt eine markante Brille und ist bekleidet mit einer dunklen Jacke und einer dunklen Hose. Bei dem von ihm bei der Flucht genutzten Rad soll es sich um ein „normales“ Fahrrad gehandelt haben, an dem sich Packtaschen befunden hätten. Vermutlich sei er bewaffnet, sagte Kaatz. Zeugen sollten nicht an ihn herantreten, sondern umgehend die Polizei unter Notruf 110 alarmieren.

Fahndungsmaßnahmen erheblich intensiviert

Die Polizei fahndet nach dem Tatverdächtigen. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Der Tatort in Grone wurde weiträumig abgesperrt. Die nahegelegene Bahnstrecke Rosdorf-Nörten soll von 13.35 Uhr bis 15 Uhr gesperrt gewesen sein.

Die Polizei hat die Fahndungsmaßnahmen nach dem Tatverdächtigen im Laufe des Nachmittags erheblich intensiviert. Noch fehlt von dem 52-Jährigen aber weiterhin jede Spur. Wer Frank N. sieht, wird gebeten, sich unbedingt sofort unter der 110 bei der Polizei Göttingen zu melden.

Derzeit untersucht die Spurensicherung den Tatort. Ermittler in weißen Schutzanzügen sind vor Ort, ebenso wie weitere Polizeibeamte und die Feuerwehr. Nur vereinzelt stehen Nachbarn vor ihren Häusern und verfolgen das Geschehen. Martinshorn ist aus der Umgebung zu hören. Am Himmel kreist ein Hubschrauber.

Bilder: Spurensicherung am Tatort in Grone

Eine Frau ist am 26. September 2019 im Göttinger Ortsteil Grone auf offener Straße getötet worden. Eine weitere Frau wurde schwer verletzt und starb später.

Auf dem Bürgersteig vor dem am Zollstock befindlichen Chinarestaurant Shanghai liegt ein mit einer weißen Plane abgedeckter Körper. Offenbar handelt es sich dabei um die Leiche der getöteten Frau. Passanten, die an der Absperrung aufgehalten werden, reagieren geschockt. "Ach du scheiße", sagt ein Mann, als er hört, was sich 50 Meter weiter zugetragen hat. "Eigentlich wollte ich nur meine Eltern besuchen, die wohnen dort drüben." Dann wendet er sich ab und geht.

„Ach, du meine Güte“ – Nachbarn sind geschockt

Ein Nachbar, der direkt am Anfang der Absperrung wohnt, fährt mit dem Rad aus seiner Einfahrt. "Was ist denn hier passiert", fragt er verwundert. Als er sieht, was sich etwa 50 Meter vor ihm abspielt, reagiert er geschockt. "Ach, du meine Güte, ich habe gar nichts gehört", stammelt er. Eigentlich habe er nur zum "Kauf Park" fahren wollen. "Dann will ich hier mal nicht weiter rumstehen, ich bin ja kein Gaffer", sagt er und fährt weiter.

Ein weiterer Nachbar berichtet, er habe wohl mal Geschrei gehört am Mittag. Er habe aber gedacht, es seien spielende Kinder an der benachbarten Schule. Er könne aber auch nicht sagen, ob das, was er gehört habe, mit dem Gewaltverbrechen zu tun habe.

Polizei und Feuerwehr haben den mutmaßlichen Tatort in Grone abgesperrt. Quelle: Niklas Richter

„Hier ist noch nie was passiert“

Grundsätzlich sei das Wohngebiet rund um die Straße Zollstock ruhig und sicher, sagt der Anwohner. "Hier ist noch nie was passiert", ergänzt er. Es sei einfach nur schrecklich, was sich nun zugetragen habe einige Meter von seinem Wohnhaus entfernt.

Unterdessen sind die meisten Anwohner wieder in ihren Häusern verschwunden. Gaffer sind nicht zu sehen. Gegen 15.30 Uhr rückt auch die Feuerwehr wieder ab. Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen geht unvermittelt weiter.

Rund um den Tatort ist weiterhin alles abgesperrt. Das werde auch wahrscheinlich noch einige Stunden so bleiben, sagt die Polizei. Auch die Spurensicherung ist weiterhin vor Ort. Die Ermittlungen dauern an.

Aktualisiert um 22:35 Uhr: Am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr gab es nach Angaben von Polizeisprecherin Jasmin Kaatz einen Polizeieinsatz im Göttinger Stadtteil Weende. Die Polizei habe vermutet, dass sich der Tatverdächtige in der Brunnengasse aufhält. Im Laufe des Zugriffs habe sich aber herausgestellt, dass es sich nicht um den gesuchten 52-Jährigen handelt, sagte Kaatz. Im Zuge des Einsatzes seien auch Schüsse gefallen, bestätigt Kaatz. Dabei habe es sich um Warnschüsse der Polizei gehandelt. Warum diese Schüsse abgegeben wurden, könne sie nicht sagen. Die Fahndung laufe weiterhin auf Hochtouren, erklärte die Polizeisprecherin.

Dieser Text wird fortlaufend aktualisiert.

Von Andreas Fuhrmann

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