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Göttingen Tote Wildkatzen an Straßen: BUND Göttingen will mit Monitoring Unfällen vorbeugen
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Tote Wildkatzen an Straßen: BUND Göttingen will mit Monitoring Unfällen vorbeugen

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10:00 12.02.2021
Wer eine tote Wildkatze am Straßenrand findet, kann den Fundort dem BUND melden.
Wer eine tote Wildkatze am Straßenrand findet, kann den Fundort dem BUND melden. Quelle: BUND
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Göttingen

Die Kreisgruppe Göttingen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) braucht für sein Wildkatzenmonitoring-Projekt Unterstützung. Bürger, die an Straßenrändern im Stadtgebiet und im Landkreis tote Wildkatzen entdecken, können die Funde dem BUND melden. Ziel ist, Unfallschwerpunkte zu identifizieren, um vorbeugende beziehungsweise entschärfende Maßnahmen ergreifen zu können, teilte die Kreisgruppe mit.

Wildkatzen fungierten beim Monitoring als Stellvertreter für viele andere Tierarten. Deshalb hätten sie beim Monitoring 2021 Vorrang. Die Erfassung von „lebensgefährlichen Kreuzungsbereichen ihrer Wanderrouten mit Verkehrsstraßen“ diene als Planungsgrundlage für Maßnahmen in Straßenbereichen.

Funde: Datum, Uhrzeit und Lagebeschreibung sind wichtig

Bei der Meldung von toten Wildkatzen an Straßenrändern sei neben Angaben zu Datum und Uhrzeit eine möglichst genaue Lagebeschreibung des Fundortes hilfreich, heißt es in der Mitteilung. Wer Koordinatenangaben weitergeben könnte, würde die raschere Erfassung unterstützen. Zusätzlich wünsche sich der BUND Fotos von der Wildkatze und ihres Fundortes.

Ähnlich wie andere scheue Waldtierarten sei die Wildkatze dabei, sich wieder in viele Landschaftsbereiche Deutschlands auszubreiten, heißt es in der Mitteilung der Kreisgruppe. Auch in den Wäldern der Stadt und des Landkreises Göttingen habe die Wildkatze geeignete Lebensräume gefunden. Der BUND Göttingen belege die Besiedelung seit mehreren Jahren durch ein Monitoring in Kooperation mit dem Stadtforst Göttingen und den regionalen Revierförstereien, so die Kreisgruppe. Dabei seien durch genetische Analysen von Haarproben auch großräumige Wanderbewegungen ermittelt worden.

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Meldungen und Fotos per E-Mail übermitteln

Meldungen und Fotos sollten möglichst per E-Mail übermittelt werden, so die Kreisgruppe – an: mail@bund-goettingen.de. Weitere Informationen sowie ein Meldeformular sind auf der Internetseite (Rubrik Arten- und Biotopschutz) des BUND zu finden. Die Kreisgruppe weist darauf hin, dass aufmerksame Bürger der Begutachtung möglicher Totfunde vor allem auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr achten und den Fund an Ort und stelle liegen lassen sollten.

Von Stefan Kirchhoff