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Göttingen Getöteter 28-Jähriger: Urteil ist rechtskräftig
Die Region Göttingen Getöteter 28-Jähriger: Urteil ist rechtskräftig
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17:00 28.08.2019
Polizisten untersuchen den Tatort am Morgen nach der Tat. Jetzt ist das Urteil im Prozess rechtskräftig. Der Angeklagte hat seine Revision zurückgezogen. Quelle: bib
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Göttingen

Der gewaltsame Tod eines 28-Jährigen in der Göttinger Innenstadt wird nun doch kein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Der 20 Jahre alte Angeklagte hat seine Revision gegen das Urteildes Landgerichts Göttingen zurückgenommen. Damit sei das Urteil rechtskräftig, teilte am Mittwoch Gerichtssprecher Marc Eggert mit.

Die große Jugendkammer hatte den 20-Jährigen Mitte Juli wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Die Richter befanden den Angeklagten für schuldig, Anfang Dezember in der Unteren Karspüle nachts mehrfach auf den 28-jährigen Göttinger eingestochen und diesen tödlich verletzt zu haben. Der 20-Jährige, der keinen Schul- und Berufsabschluss hat und mehrfach wegen Drogen- und Gewaltdelikten vorbestraft ist, hatte das Opfer erst kurz vorher kennengelernt. Aufgrund der Drogenproblematik ordnete die Jugendkammer außerdem seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Verteidigung hat auf fahrlässige Tötung plädiert

Anders als das Gericht hatte die Verteidigung die Tat nicht als Totschlag, sondern als fahrlässige Tötung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gewertet. Sie hatte deshalb auf eine niedrige Jugendstrafe von nicht mehr als fünf Jahre plädiert. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen eine Jugendstrafe von acht Jahren wegen Mordes gefordert.

Die Verteidigung hatte zunächst gegen das Urteil Revision eingelegt, die sie jetzt zurückgenommen hat. Anderenfalls hätte der BGH prüfen müssen, ob das Gericht womöglich irgendwelche Rechtsfehler begangen hat. Noch nicht endgültig geklärt ist die Frage, welche Kosten und Auflagen der Angeklagte zu tragen hat. Diese Entscheidung sei gesondert angefochten worden, teilte der Gerichtssprecher mit.

Von Heidi Niemann

Der gewaltsame Tod eines 28-Jährigen in der Göttinger Innenstadt wird doch kein Fall für den Bundesgerichtshof. Der Angeklagte hat seine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen zurückgenommen.

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