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06:18 30.06.2012
Von Ulrich Schubert
Zukunftsfrage: Kann die Bonifatiusschule II vielleicht bald soviele nichtkatholische Kinder aufnehmen, wie sie will?
Zukunftsfrage: Kann die Bonifatiusschule II vielleicht bald soviele nichtkatholische Kinder aufnehmen, wie sie will? Quelle: Heller
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Göttingen

Ihre Anmeldung steht unter Vorbehalt und es ist nicht klar, ob die Kinder zum neuen Schuljahr tatsächlich aufgenommen werden können.

Unterdessen gibt es im Landtag in Hannover Bestrebungen, die Verträge des Landes mit der katholischen Kirche zu den sogenannten Konkordatsschulen zu ändern. Damit soll in erster Linie die Umwandlung in eine Oberschule erleichtert werden. Zugleich soll aber auch die bisherige Einschränkung, dass katholische Schulen maximal 30 Prozent nichtkatholische Kinder aufnehmen dürfen, entfallen – eventuell schon ab kommendem Schuljahr. Dann wäre der Göttinger Streit hinfällig. Offen ist dann aber, ob das Land dann weiterhin Bekenntnisschulen finanziell stärker unterstützt als andere Privatschulen.

Ein Beschluss des Rates der Stadt Göttingen soll eigentlich verhindern, dass die Boni II zum Schulstart im September auch wieder nichtkatholisches Kinder neu aufnimmt. Damit will die Ratsmehrheit erreichen, dass die Schule insgesamt möglichst schnell wieder auf die Quote von 70:30 katholische und andere Kinder kommt. In den vergangenen Jahren durfte sie als Ausnahme jeweils bis zu 50 Prozent halten. Vergangene Woche stellte ein Verwaltungsrechtler allerdings fest, das der Ratsbeschluss Formalfehler aufweisen und ungültig sein könnte. Der Schulelternrat hatte ihn mit einer Prüfung beauftragt (Tageblatt berichtete).

Gestern äußerte sich die stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, Cindy Heine, begeistert darüber, dass nach den Sommerferien 76 Kinder auf die Boni II wechseln wollen. Bei einer Quote von 70:30 könnten dann 17 nicht-katholische Kinder aufgenommen werden. Für eine Korrektur des Ratsbeschlusses wollen sich die Eltern heute im Schulausschuss  einsetzen.

Die Sitzung beginnt um 16 Uhr in Raum 1118 im Neuen Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4.

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