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Göttingen UMG rüstet sich für Corona: Klinikum sagt alle verschiebbaren Behandlungen ab
Die Region Göttingen UMG rüstet sich für Corona: Klinikum sagt alle verschiebbaren Behandlungen ab
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13:41 19.03.2020
Die UMG berietet sich auf Corona-Patienten vor. Quelle: Michael Mehle
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Göttingen

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sagt alle „verschiebbare Behandlungen“ ab. Das hat die UMG-Pressestelle am Donnerstag mitgeteilt. Das Klinikum rüstet sich für die Behandlung von Corona-Patienten. Demnach sollten sich alle Patienten vor einem möglichen Behandlungsbeginn in der jeweiligen Kliniksabteilung erkundigen. Pressesprecher Stefan Weller: „Notfälle werden aber auch weiterhin uneingeschränkt behandelt.“

Stationäer und ambulanter Bereich betroffen

Hintergrund der Maßnahme ist, dass sich die UMG darauf vorbereitet, verstärkt Patienten, die mit dem CO-VID-19-Virus infiziert sind, zu behandeln. Daher werden verschiebbare – sogenannnte elektive – Behandlungen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich nun abgesagt. Patienten, die in den kommenden Tagen eigentlich einen Termin in der UMG hätten, werden gebeten, sich zuvor mit ihrer behandelnden Klinik in der UMG in Verbindung zu setzen.

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Nicht für Corona-Verdachtsfälle: Notaufnahme der UMG. Quelle: Christina Hinzmann

Weller weiter: „Nicht davon betroffen sind alle nicht verschiebbaren Eingriffe. Auch die Behandlung von Notfallpatienten wird uneingeschränkt beibehalten.“ Weller weist aber nachdrücklich darauf hin, dass die Noraufnahme der UMG nicht für Corona-Verdachtsfälle zur Verfügung steht. „Menschen, die den Verdacht haben, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnten, sollen nicht in die Notaufnahme der UMG kommen, sondern die bestehenden Testungsmöglichkeiten nutzen“, so der Sprecher. Bei Verdacht auf eine Infektion sollen sich Betroffene telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Eindringlich wird auch darum gebeten, das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) nicht eigenmächtig aufzusuchen. Dort werden ausschließlich Personen getestet, die zuvor von ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt verbindlich angemeldet wurden.

Besucherstopp gilt

Zudem weist die UMG auf den Besuchesstopp hin. „Besucher dürfen die Gebäude der UMG nicht mehr betreten“, so Weller. Das gelte auch für die Mensa. Lediglich in den Kinderkliniken, den palliativmedizinischen Situationen und auf den Intensivstationen sei ein Besucher pro Patient und Tag erlaubt. Auch Mensa, Restaurant und Cafeteria sind für externe Gäste, die das Universitätsklinikum betreten dürfen, gesperrt. Der Besuchsstopp diene dem Schutz der Patienten und de Mitarbeiter der UMG.

Das kostenlose Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Göttingen ist unter der Rufnummer 0551/7075100 zu erreichen. Am Bürgertelefon werden allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus beantwortet. Es ist von Montag bis Sonntag täglich von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0551/7075100 erreichbar. Eine medizinische Beratung findet hier nicht statt. Das Bürgertelefon ersetzt nicht den Kontakt zur Hausärztin bzw. zum Hausarzt.

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