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Göttingen Überregionales ASC-Turnier am Kicker
Die Region Göttingen Überregionales ASC-Turnier am Kicker
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21:02 10.06.2018
Kickerabteilung des ASC Göttingen: Markus Filmer Max Steffen, Stefan Kroker und Timo Reinhold (von links) zeigen, wie es geht. Quelle: Fotos: Pförtner
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Göttingen

Beim Turnier, das zu den Hessischen-DTFB-Challenger-Turnieren gehört, werden am Sonnabend die Doppel und am Sonntag die Einzel gespielt. Warum eigentlich Hessen, wenn die Kicker in Göttingen beheimatet sind? Jedes Bundesland hat einen eigenen Verband: In Niedersachsen ist dieser Verband jedoch so unterteilt, dass die Göttinger immer sehr weite Fahrten zu ihren Punktspielen hätten antreten müssen. Das ist in Hessen, bedingt durch die geografische Lage, deutlich besser. „Auch wenn Niedersachsen uns gerne in seinem Verband gehabt hätte, haben wir uns für Hessen entschieden. Natürlich gab es auch diverse Probleme, die wir aber gelöst haben. So haben wir die aktuelle Nordhessen-Liga mitgegründet“, sagt Stefan Kroker, Spartenleiter der Tischfußballer.

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Derzeit hat die Sparte 35 aktive Mitglieder, davon fünf Frauen. Die Kicker trainieren bis zu sieben Mal in der Woche. Für Interessierte findet montags (19 bis 21.30 Uhr) und donnerstags (20 bis 21.30 Uhr) Training statt.

„In den Kneipen hat alles angefangen“

Fünf Tische, vier Spieler: Es ist 19.32 Uhr und die Tischfußballer beginnen mit ihrem Training. Passende Musik, gekühlte Getränke tragen zu einer netten Atmosphäre bei. „Eine Mischung aus Geschick und Technik sowie gute Augen- und Handkoordination“ beschreibt Kroker die Faszination Tischfußball. „Die Nähe zum Gegner, wirkt er stabil oder ist nervös – das macht es aus. Ich mag einfach das Klientel. Alle Spieler sind Freunde“, ergänzt Kroker, der durch das Göttinger Nachtleben einst selbst zum Kicker-Sport kam. „In den Kneipen hat alles angefangen – jetzt bin ich schon zehn Jahre im Verein aktiv.“ Das Ziel des ASC, der mit einer Mannschaft in der 2. Bundesliga agiert, ist es wieder in die Bundesliga aufzusteigen. „Mehr Frauen und eine eigenständige Damenmannschaft in der 2. Liga – das wäre super“, formuliert Kroker eines der vielen Ziele des ehrgeizigen Spartenleiters.

„ Ich habe in der Schule angefangen zu kickern und war später häufig mit Kumpels im Thanners. Dort traten wir gegen sehr starke Spieler an und haben eigentlich immer verloren. Nach den ersten Erfolgserlebnissen, hab ich mich einfach mal bei einem Turnier angemeldet. Zwei Wochen später bin in den Verein eingetreten“, beschreibt Felix Aufgebauer seine Kicker-Anfänge. „Mich fasziniert, dass unser Sport wie Speed-Poker läuft. Gegner lesen gehört zu den wichtigsten Eigenschaften eines guten Kicker-Spielers.“

Stark besetzte ASC-Open

Das große Highlight zum Jubiläum findet am kommenden Wochenende mit den ASC-Open statt. An dem Turnier nehmen Spieler aus ganz Deutschland teil. „Wer sich anmeldet, hat das Recht auf einen Startplatz. Natürlich freuen wir uns auf starke Spieler“, blickt Kroker voraus. Das Event beginnt am Sonnabend mit dem Doppel am Kicker, an dem 72 Teams teilnehmen können. „Natürlich können auch kurzentschlossene noch teilnehmen, falls wir noch Platz haben. Wir teilen die Duelle nach jeder Runde neu zu, so dass man immer gegen etwa gleich starke Gegner agiert“, erklärt Kroker. Nach einer Vorrunde im Doppel als auch in der am Sonntag stattfindenden Einzelkonkurrenz werden die Starter in drei Kategorien eingeteilt: Profi, Amateur oder Neuling. „Man sieht es super Spieler, aber misst sich mit gleichstarken – das unser Konzept.“ Für den geringen Startgeldbeitrag haben alle sechs garantierte Spiele und eine Menge Spaß.

Mittlerweile sind mehr Kicker-Spieler eingetroffen. Kroker und drei andere Spieler des ASC stehen sich im Doppel gegenüber. Sie spielen mit Golfhandschuhen und nutzen Griffbänder von Tennisschlägern und nicht von glatten Tischkickers abzurutschen. Alle vier wirken sehr konzentrierte – die Partie ist von Taktik geprägt. Das Spiel geht bis fünf – Kroker gewinnt. Alle vier Klatsche sich ab. „8000 Spieler gibt es bisher deutschlandweit – es können gern mehr werden“, so Kroker.

Von Jan-Philipp Brömsen

10.06.2018
10.06.2018
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