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Göttingen Ottfried-Müller-Haus: Umbau soll drei Jahre dauern
Die Region Göttingen Ottfried-Müller-Haus: Umbau soll drei Jahre dauern
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00:25 27.05.2019
Mit dem Umbau des Ottfried-Müller-Hauses soll auch gleichzeitig eine Umgestaltung des Wochenmarkt-Bereiches erfolgen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

“Wir wollen nicht expandieren, wir wollen so viel wie jetzt.“ Die Sitzung des städtischen Kulturausschusses am Donnerstag hat Tobias Sosinka, der Geschäftsführer des Jungen Theater (JT), genutzt, um seine Sicht der Dinge noch einmal zu vermitteln. Er wolle hervorheben, dass die geplante Erweiterung nötig sei, um nach einer Sanierung die gleichen Nutzungen ausführen zu können, wie vor der Sanierung. Die Arbeiten seien nötig aufgrund der räumlichen Enge, aber auch aus gesetzlichen Gründen, um zum Beispiel vorgegebene Raumgrößen zu schaffen, etwa im Sanitärbereich und um den Brandschutz nach aktuellem Standard sicherzustellen.

Keine ständige Gastronomie mehr

Das Ottfried-Müller-Haus in der Hospitalstraße, in dem das JT sowie das Kulturzentrum (KAZ) untergebracht sind, soll in den nächsten Jahren umfassend saniert werden. Das JT zieht, wie das Tageblatt bereits berichtete, in dieser Zeit in die ehemalige Voigt-Schule an der Bürgerstraße. Für den Umbau des Hauses stehen rund sechs Millionen Euro zur Verfügung. Dass das Geld reicht, ist im Ausschuss aber angezweifelt worden. Eine ständige Gastronomie soll es nach dem Umbau nicht mehr geben. Die Pachtverträge mit zwei Gastronomen seien ausgelaufen, die Zahlung einer kleineren und einer größeren Abfindung sei erfolgt; Zahlen wurden nicht genannt.

Wegfallende Pacht wird erstattet

Bislang war es so, dass über diese Verpachtung rund 50 000 Euro jährlich an Einnahmen generiert werden konnten und um diese Summe die Zuschüsse der Stadt an das JT sanken. „Ich bitte Sie, diese Summe künftig nicht als Erhöhung des Zuschusses zu betrachten“, sagte Sosinka. Ausschussmitglieder und Vertreter der Verwaltung stimmten dem zu. Die Beigeordnete Katharina Schüle-Rennschuh (CDU) sagte: „Woher sollten Sie das Geld auch sonst nehmen, wenn nicht stehlen. Es ist klar, dass die wegfallende Pacht erstattet werden muss.“

Alles wird öffentlich gemacht

Den Vorschlag von Sosinka, einen Beirat aus Vertretern von Verwaltung, Politik und Nutzern ins Leben zu rufen, der den Umbau „dauerhaft und intensiv begleiten und die unterschiedlichen Interessen aufeinander abstimmen könnte“, lehnte der Ausschuss ab. Die zuständige Dezernentin Petra Broistedt (SPD) sagte: „Ich kenne kein Bauprojekt, bei dem mit den Nutzern so viel gesprochen wurde, wie hier. Wir werden Sie regelmäßig unterrichten.“ Auch der Ausschussvorsitzende Frank-Peter Arndt (SPD) versicherte: „Wir machen das alles gut öffentlich.“

Vonseiten der Verwaltung hieß es, dass der Umbau des Gebäudekomplexes nicht, wie verschiedentlich publiziert, vier Jahre dauern, sondern – sofern alles nach Plan verläuft – drei Jahre.

Von Ulrich Meinhard

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